Spiel der Woche RHEINPFALZ Plus Artikel FV Ramstein empfängt den SV Nanz-Dietschweiler zum Derby

Szene aus einer Partie zwischen dem FV Ramstein und dem SV Nanz-Dietschweiler: Stefan Bosle vom FVR zieht ab, und der SVN-Spiele
Szene aus einer Partie zwischen dem FV Ramstein und dem SV Nanz-Dietschweiler: Stefan Bosle vom FVR zieht ab, und der SVN-Spieler Mauricio Di Franco versucht den Ball abzublocken.

In den Duellen dieser beiden Mannschaften ist erfahrungsgemäß eine Menge Brisanz. Und damit ist auch diesmal zu rechnen. Dabei geht es um mehr als nur ums Prestige.

Ziemlich beste Rivalen: der FV Ramstein und der SV Nanz-Dietschweiler. Die beiden Vereine verbindet schon seit Langem eine innige sportliche Rivalität. Die Zuschauer dürfen sich also auf eine kämpferische Partie freuen, wenn die beiden Fußball-Bezirksligisten am Samstag (17 Uhr) in Ramstein aufeinandertreffen.

Aber es ist diesmal nicht nur die Derbybrisanz, die dieses Spiel zu einem besonderen macht. Neben dem Prestige geht es in diesem Verfolgerduell auch um wichtige Punkte. Bleibt doch nur der Sieger den an der Tabellenspitze stehenden FCK-Portugiesen dicht auf den Fersen. „Beide Mannschaften werden hochmotiviert sein“, sagt Jonas Jung, der Spielertrainer des FV Ramstein, und erwartet „ein spannendes Spiel“. Vielleicht sogar „einen Schlagabtausch“. Jung will mit seinem Team „offensiv spielen, den Gegner unter Druck setzen und zeigen, dass wir die Heimmannschaft sind“. Dass das keine leeren Drohungen sind, zeigen die bisherigen Saisonauftritte der Jung-Truppe. Sie gewann nicht nur vier ihrer fünf Ligapartien, sie schoss dabei auch 19 Tore. Topwert in der Liga. Kein Wunder, dass der Ramsteiner Spielercoach mit dem Saisonverlauf „sehr zufrieden“ ist. Dass seine Mannschaft einen so eindrucksvollen Start hingelegt habe, sei keine Selbstverständlichkeit. „Denn“, daran erinnert Jonas Jung, „wir haben in der vergangenen Saison viele Spiele verloren und sind aus der Landesliga abgestiegen.“ Letzteres trifft auch auf den SV Nanz-Dietschweiler zu.

FV Ramstein strotzt vor Selbstvertrauen

Die Erfolgserlebnisse in der letzten Zeit haben diese schwarze Saison vergessen gemacht. Der FVR strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Dass es so gut läuft, führt Jonas Jung auch auf die gute personelle Situation zurück. „Wir haben eine volle Bank, und wenn ich Spieler einwechsele, dann führt das zu keinem Qualitätsverlust.“ Angesichts der noch langen Saison sei das ein Wettbewerbsvorteil.

Über eine Menge Qualität muss aber auch der SV Nanz-Dietschweiler verfügen. Dafür spricht der 5:0-Sieg gegen die nicht gerade zu den schwachen Teams der Bezirksliga zählende SG Eppenbrunn. Ja, die Höhe des Sieges habe ihn überrascht, sagt Jung und erklärt den Einbruch der Eppenbrunner so: „Der SV Nanz-Dietschweiler ist auf seinem Kunstrasenplatz eine Macht.“ Aber am Samstag werde nicht auf Kunst-, sondern auf Naturrasen gespielt, betont Jung und tippt auf einen 3:2-Sieg seiner Elf.

SV Nanz-Dietschweiler mit eindrucksvoller Bilanz

Auch er, sagt Fabian Lauder, sei überrascht gewesen, „dass wir so hoch gegen Eppenbrunn gewonnen haben“. Sein Team habe, fügt der Spielertrainer des SV Nanz-Dietschweiler hinzu, „viel Druck gemacht“, und dann sei es halt einer dieser Tage gewesen, „an dem einfach alles klappt“. Aber nicht nur in diesem Spiel überzeugte seine Truppe. Sie weist nach fünf Spielen mit vier Siegen und einer Niederlage die gleiche Bilanz wie der FV Ramstein auf. Und die 17 Treffer zeigen, dass sie sich in Sachen Offensivkraft nicht verstecken muss. Aber Lauder glaubt nicht, dass am Samstag viele Tore fallen werden. „Am Schluss werden Kleinigkeiten das Spiel entscheiden.“

Kameradschaft und Leidenschaft

Im Winter werden es drei Jahre, in denen Lauder als Spielercoach beim SVN engagiert ist. Er ist von seiner jungen Truppe überzeugt und nennt als ihre besonderen Qualitäten die gute Kameradschaft und die Leidenschaft, mit der sie Fußball spiele. Zuversichtlich zeigt er sich, dass sie am Samstag „die schwierige Aufgabe“ in Ramstein löst. „Wir sind gut in Form, sind komplett und hochmotiviert“, sagt Fabian Lauder und sieht sein Team am Ende mit 2:1 vorn.

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