Fussball
FCK-U19 geht mit einer Niederlage in die Osterferien
Beinahe war es geschafft, beinahe hätten die Roten Teufel den Comebackqualitäten des Gegners getrotzt. Die Nachspielzeit war bereits angebrochen, der Punkt schon fast über die Ziellinie gerettet, ehe die Mainzer Anlauf zu ihrem letzten Konter nahmen.
Nach einem Ballverlust der Roten Teufel ging es ganz schnell, in Überzahl spielten es die Mainzer perfekt aus und am Ende der Kette stand Sami Bousfia (90.+2), der mit dem 3:2-Führungstreffer die jungen Roten Teufel für ihre Nachlässigkeit im zweiten Abschnitt bestrafte. Denn so bitter der Treffer zeitlich gesehen auch für die Pfälzer A-Junioren daherkam, unverdient war er zu diesem Zeitpunkt nicht.
Lufthoheit der Roten Teufel
Bereits in Abschnitt eins waren die Mainzer leistungstechnisch nicht weit von den Pfälzern entfernt. Diese hatten aber vor allem über den stark aufspielenden Ben Jungfleisch im ersten Abschnitt noch für mehr Gefahr gesorgt und gleichzeitig in der Defensive wenig zugelassen. Zwei Kopfbälle brachten dann auch die bis dato nicht ungerechte Führung.
Nicht ganz zufällig, wie FCK-Trainer Eimen Baffoun erklärt: „Durch die Analyse wussten wir bereits um die Luftduellschwäche von Schott. Deshalb wollten wir eigentlich sogar Standardtore erzielen, also darauf haben wir uns schon etwas konzentriert.“ Zuerst war es Ben Jungfleisch, der bereits in Minute sieben zur Führung einköpfte. Der U17-Akteur traf damit im dritten Spiel in Folge für die A-Junioren.
Mainz mit Comebackqualitäten
„Er performt seit Wochen bei uns richtig gut und bleibt auch auf jeden Fall bis zum Saisonende bei uns. Das hat er sich wirklich verdient“, so Baffoun über das junge Talent. Den zweiten Treffer erzielte kurz vor der Pause Erik Müller (44.). Eine komfortable Pausenführung könnte man meinen, doch Mainz stellte bereits des öfteren seine Comebackqualitäten unter Beweis. Erst Ende Februar drehten sie einen 0:3-Pausenrückstand in Wiesbaden noch zu einem 3:3.
Nicht viel anders verlief dann auch die Partie gegen die Roten Teufel: Lukas Dumiec (53.) sorgte mit seinem Anschlusstreffer für den Dosenöffner, der die Mainzer mit zunehmender Spieldauer immer drückender werden ließ. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Henrik Balzer (67.) den Mainzern dann zum konsequenten Ausgleich verhalf. Der Ball zum 2:3 durch Philipp Offermann hatte bereits im Netz gezappelt, doch der Schiedsrichterassistent hatte etwas dagegen und entschied auf Abseits.
Drittes Spiel in sechs Tagen
So dauerte es bis in die Nachspielzeit, ehe die Landeshauptstädter sich mit dem siegbringenden Treffer belohnten. Die Roten Teufel hatten derweil auch ihre Chancen, die jedoch ungenutzt blieben. „Am Ende des Tages hatten wir auch keinen Sieg verdient gehabt, aber die Niederlage zum Schluss tut natürlich extrem weh“, so Baffoun und ergänzt: „Wir waren aber auch wirklich platt und nicht mehr sehr lauffreudig. Das war das dritte Spiel innerhalb von sechs Tagen, das sollte man nicht vergessen. Zudem waren wir die Tage davor auch extrem unterbesetzt.“
Damit müssen sich die Roten Teufel im zweiten Spiel gegen den TSV geschlagen haben, nachdem man im Pokal noch ein 2:1 in der Verlängerung feierte. „Ich würde nicht tauschen wollen, lieber Mittwoch als heute. Dass wir uns in der Liga auch mal Fehler erlauben können, haben wir uns erarbeitet. Wir haben immer noch extrem viel Abstand“, meint Baffoun, ergänzt aber: „Natürlich ist es dennoch schade, dass es heute, so kurz vor den Osterferien, passiert.“
Denn für seine Elf geht es jetzt eine Woche in die wohlverdienten Ferien, ehe der Ligabetrieb dann mit dem Nachholspiel übernächsten Mittwoch gegen Primusjäger Wehen Wiesbaden (23. April, 18 Uhr) fortgesetzt wird. Diese liegen trotz der Pfälzer Niederlage immer noch fünf Punkte von den Roten Teufeln entfernt.