Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FCK-U17 mit zwei verschenkten Punkten in Aachen

Taktische Anweisung von FCK-U17-Trainer Maurizio De Vico.
Taktische Anweisung von FCK-U17-Trainer Maurizio De Vico.

Da war mehr drin: Die Nachwuchskicker unter der Leitung von Trainer Maurizio de Vico starteten auf fremdem Geläuf in Aachen sehr gut in ihre Partie in der U17-DFB-Nachwuchsliga und führten verdient zur Pause. Doch in einer zerfahrenen zweiten Hälfte gelang es ihnen nicht, die Führung über die Zeit zu bringen.

In letzter Minute fiel der bittere Ausgleich. Der Coach spricht nach dem Spiel von zwei verlorenen Punkten, sieht aber auch einen gewissen Lernprozess. „Wir sind sehr gut in die Partie reingekommen“, blickt de Vico auf die starke Lauterer Anfangsphase zurück. Die gastierenden Roten Teufel legten eine hohe Intensität an den Tag. Und der erste Treffer des Tages ließ nicht lange auf sich warten. Federico Passariello vollendete eine schön herausgespielte Standardvariante bereits in der sechsten Spielminute zur 1:0-Gästeführung. Der Offensivmann, der im Sommer vom VfB Stuttgart kam, markierte damit Saisontreffer Nummer zwei. Und auch im Anschluss blieb der FCK gefährlich und stahl der Alemannia die Heimshow.

Wenig später nutzte der Gast bei einem lang geschlagenen Ball einen individuellen Fehler der Aachener Verteidigung aus. Außenspieler Ben Jungfleisch konnte somit in der 20. Minute auf 2:0 erhöhen. Bis zur Pause verpassten es die Lauterer, ihre zahlreiche Chancen aufs 3:0 zu nutzen. „Wir haben oft zu hektisch den Abschluss gesucht und unsere Umschaltsituationen einfach nicht gut ausgespielt“, analysiert de Vico, der speziell mit der Entscheidungsfindung unzufrieden war, kritisch. Und diese Ungenauigkeiten sollten später noch bitter bestraft werden. Nach dem Seitenwechsel änderte sich so einiges. Die Partie wurde sehr zerfahren. Und technische Fehler prägten die Partie. Aachen war nach wie vor aber recht ungefährlich.

2:2-Ausgleich für Aachen in der 90. Minute

Auf Lauterer Seite setzte es vereinzelt Nadelstiche. Einmal kombinierten sie sich über den Flügel in eine aussichtsreiche Schussposition. Der Schuss kam, jedoch konnte der Heimtorwart parieren. Und kurz darauf zeigte der Schiedsrichter nach einer etwas strittigen Situation auf den Punkt im Lautrer Strafraum. „Den kann man geben, muss man aber auch nicht geben“, blickt de Vico auf die Elfmeterszene zurück. Letztlich versenkte Elias König den Strafstoß eiskalt und brachte seine Farben somit wieder heran.

Die Aachener befanden sich zwar nach wie vor im Hintertreffen. Doch vom Anschluss angetrieben, warfen sie nochmal alles nach vorne. Dabei setzte die Alemannia vor allem auf lange Bälle. Und den einen in Minute 90 verteidigten die Lauterer ungeschickt. Es kam zu einem Abstimmungsfehler. Levyn Müller nutzte diesen aus und traf in letzter Minute zum 2:2-Ausgleich. Kurz darauf pfiff der Unparteiische die Partie ab. „Es war sehr enttäuschend für die Jungs“, fasst de Vico die Stimmungslage nach dem Abpfiff zusammen. Die fehlende Konsequenz machte dem sonst verdienten Auswärtserfolg einen Strich durch die Rechnung. Aber so ist es eben in Deutschlands höchster Jugendliga. Individuelle Fehler werden einfach bitter bestraft.

1. FC Köln nächster Gegner

„Es ist ein Lernprozess, ein Spiel hat eben 90 Minuten“, erklärt der Trainer, für den es nach dem Remis-Spiel zu einem Trainerlehrgang nach Leipzig ging. Nun gilt es sich abzuschütteln. Denn am kommenden Samstag steht mit dem 1. FC Köln eine harte Aufgabe bevor. Denn die Jugendmannschaft vom „Effzeh“ ist die einzige in der Gruppe G, die bislang beide Saisonspiele für sich entscheiden konnte.

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