Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FCK-U17: Bittere, aber lehrreiche Niederlage in Frankfurt

Traf zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung für den 1. FCK: Nichita Cucuruz (rechts).
Traf zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung für den 1. FCK: Nichita Cucuruz (rechts).

Die U17 des 1. FC Kaiserslautern hat in der DFB-Nachwuchsliga eine 2:4-Niederlage hinnehmen müssen. Da war mehr drin.

Trotz des spielstarken Auftritts und zahlreicher Torchancen unterlag das FCK-Team von Trainer Maurizio De Vico bei Eintracht Frankfurt mit 2:4 und vergab die Gelegenheit, die Tabellenführung zu ergattern. „Es war ein sehr gutes Jugendfußballspiel mit zwei Mannschaften, die offensiven Fußball zeigen wollten – trotz schwerer Platzbedingungen“, sagte De Vico.

Sein Team startete dominant, setzte die Eintracht früh unter Druck und kam schon in den ersten Minuten zu klaren Möglichkeiten. „Wir hatten gleich zu Beginn eine große Chance und auch danach gute Aktionen, die wir leider nicht nutzen konnten“, so der Trainer.

Schlechte Chancenverwertung als Manko

Wie so oft im Fußball galt auch diesmal: Wer vorne die Tore nicht macht, wird hinten bestraft. Nach 24 Minuten ging Frankfurt durch Bilal Daaou in Führung. Kaiserslautern aber reagierte stark. Gionathan Arcuri traf nach gut einer halben Stunde zum Ausgleich (32.), Nichita Cucuruz drehte nur zwei Minuten später das Spiel – die logische Folge eines mutigen, druckvollen Auftritts der jungen Roten Teufel. „Wir haben unsere Spielidee durchgezogen, uns nicht beirren lassen und uns mit zwei schönen Toren belohnt“, lobte De Vico.

Vor der Pause ließ der FCK jedoch weitere Großchancen liegen. „Das war unser Manko. Wenn wir das dritte Tor machen, läuft das Spiel anders“, ärgerte sich der Coach.

Differenziertes Fazit

Kurz nach dem Seitenwechsel verpasste Lautern erneut das womöglich vorentscheidende 3:1 – und wurde bestraft. Binnen vier Minuten drehten die Frankfurter die Partie zu ihren Gunsten. Tarik Boujataoui (55.) und Marcello Bouvier (59.) trafen für die Elf vom Main. „Durch den 2:2-Ausgleich haben wir den Gegner wieder ins Spiel gebracht. Danach war es schwer, weil Frankfurt über eine enorme individuelle Qualität verfügt“, so De Vico. Erneut Bilal Daaou sorgte schließlich mit seinem zweiten Treffer (71.) für die Entscheidung.

Trotz der vermeidbaren 2:4-Niederlage zog De Vico ein differenziertes Fazit: „Es ist eine bittere Niederlage, weil wir die Chancen auf den Auswärtssieg gehabt haben. Frankfurt machte aus wenigen Möglichkeiten vier Tore, wir aus vielen nur zwei. Trotzdem nehmen wir Positives mit. Wir haben uns erneut zahlreiche Chancen herausgespielt und unsere offensive Spielidee beibehalten.“

Als nächstes das Derby gegen Mainz

Mit 22 Punkten aus zehn Spielen steht der FCK weiterhin auf Tabellenrang zwei und ist damit sehr aussichtsreich im Rennen um die Qualifikation für Liga A. Nun folgen in den nächsten beiden Wochen mit Mainz (zuhause) und beim Spitzenreiter Karlsruhe zwei Prüfsteine. De Vico: „In der Liga gibt es im Prinzip nur Top-Spiele. Nach so einer unglücklichen Niederlage gibt es kein besseres Spiel als das Heimderby gegen Mainz, um sich wieder zu belohnen.“

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