Fußball
FCK-Trainer Baffoun feiert ein Wiedersehen
Am ersten Spieltag waren die Wiesbadener noch die großen Gewinner. Mit einem Treffer in Minute 90 hatten sie einen überraschenden 4:3-Sieg gegen die Favoriten aus Leverkusen eingefahren. Seitdem will den Hessen aber nichts mehr gelingen. Die Ergebnisse sind zwar meist knapp, lassen die Wiesbadener aber ohne Punkte zurück. So wie am vergangenen Wochenende gegen den 1. FC Köln, als ein später Treffer noch für den 1:0-Sieg der Geißböcke gesorgt hatte. Nach dem ersten Spieltag landete kein weiterer Punkt mehr auf dem Konto der Hessen. Damit stehen sie am Ende der Tabelle. Doch FCK-Trainer Eimen Baffoun warnt davor, die kommende Aufgabe zu unterschätzen: „Die sind zwar Tabellenletzter, gehören da aber nicht wirklich hin. Die haben viel mehr Qualität.“ Besonders hervorzuheben sei das Wehener Offensivspiel rund um die beiden Ex-Mainzer Theo Akoto und Jan Becker. „Die gilt es erstmal mit ihrer kompletten Körperlichkeit und Wucht in den Griff zu bekommen. Die beiden sind physisch wirklich sehr, sehr stark“, erklärt der Coach.
Für ihn persönlich bedeutet die Begegnung ein großes Wiedersehen. Nicht nur weil der ehemalige FCK-U17-Spieler Safouan Zbiri für die Wiesbadener auf dem Feld steht, auch weil Baffoun selbst einmal Trainer bei den Hessen war. Einige der Spieler aus dem Kader von Christian Mollocher trainierte er früher noch in der U14. „Ich kenne die Spieler sehr gut und freue mich auf das Wiedersehen“, meint Baffoun, blickt aber auch ehrgeizig nach vorne: „Für uns ist es wie schon gegen Alemannia Aachen und Viktoria Köln eine Pflichtaufgabe, die wir gewinnen wollen.“ Dabei helfen soll nicht nur die Heimstärke der Pfälzer, sondern auch ein neues Gesicht: David Schramm. Der 18-Jährige war eigentlich schon fest für die U21 eingeplant, wurde aber durch eine Verletzung zurückgeworfen. „Die U19 ist ein guter Unterbau, um solchen Spielern, die noch in der U19 spielen können, auch die Möglichkeit zu geben, sich dort aufzubauen“, erklärt Baffoun. Verzichten muss er dagegen, neben den Langzeitverletzten, auch auf den Rot-gesperrten Kian Ramadani. Zwei Spiele wird der Torjäger fehlen.
Hoffen aufs kleine Finale
Damit auch gegen den 1. FC Köln. Gegen die aktuell punktgleichen Geißböcke hofft Baffoun im ersten Spiel der Rückrunde, entscheidende Punkte zu sammeln. „Wir wollen da ein kleines Finale gegen die punktgleichen Kölner haben und dort um den dritten Platz kämpfen. Vorher gilt es deshalb, jetzt dieses Spiel zu gewinnen“, erklärt er mit Blick auf Wiesbaden. Die Kölner empfangen fast gleichzeitig Alemannia Aachen.
Anpfiff der Begegnung im Sportpark Rote Teufel ist am Sonntag um 12 Uhr.