Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FCK II hat sein Endspiel sicher, Ludwigshafen freut sich auf eine willkommene Pause

 In dieser Szene kann Lukas Kebernik von Arminia Ludwigshafen (links) vor FCK-Angreifer Oskar Prokopchuk klären. Prokopchuk hatt
In dieser Szene kann Lukas Kebernik von Arminia Ludwigshafen (links) vor FCK-Angreifer Oskar Prokopchuk klären. Prokopchuk hatte mit seinen beiden Treffern aber großen Anteil am 3:1-Sieg seines Teams.

Der FCK II hat im Kampf um Platz zwei alles in der eigenen Hand. Gegner Ludwigshafen kann durchschnaufen. Eine Verletzung trübt die FCK-Vorfreude auf das Saisonfinale.

Nach dem 3:1 (1:0)-Sieg der U21 des 1. FC Kaiserslautern gegen den FC Arminia Ludwigshafen waren sich am späten Samstagnachmittag auf dem Fröhnerhof beide Trainer einig: Der Erfolg des FCK II, der dadurch in der Oberliga weiter alle Karten im Kampf um Platz zwei in der Hand hält, war verdient. „Kaiserslautern hat es über 90 Minuten besser gemacht als wir“, erkannte Arminia-Trainer Chris Chorrosch die Leistung des Gegners an. „Insgesamt war es dann ein souveräner Sieg von uns“, war sein FCK-Pendant Alexander Bugera mit dem Ergebnis zufrieden.

Dabei spielte Ludwigshafen am Anfang munter mit, hatte durch Martin Amoako, der über das Tor zielte (4. Minute) und einen Treffer, der wegen Abseits aber nicht gegeben wurde (9.), auch zwei gute Szenen. „Da hätten wir zwei Tore machen können, wenn wir es cleverer machen“, merkte Chorrosch an. Doch ab diesem Zeitpunkt spielte dann nur der FCK II. Variabel, über die Flügel, mit überraschenden Spielzügen, was Bugera freute: „Wir haben spielerisch wieder mehr zu uns gefunden und haben gegen eine tief stehende Mannschaft immer wieder Lösungen gesucht und gefunden. Das haben die Jungs, anders als im Spiel zuvor in Idar-Oberstein, gut gemacht.“

Handspiel bleibt ungeahndet

So fiel fast zwangsläufig nach zuvor schon mehreren guten Möglichkeiten das 1:0. Neal Gibs setzte sich auf der linken Seite durch, legte von der Grundlinie zu Oskar Prokopchuk zurück, der den Ball unter die Latte jagte (29.). Glück hatten die Gäste aus Ludwigshafen zudem, dass die Pfeife von Schiedsrichter Matthias Munkler kurz vor der Pause stumm blieb, als der Ball nach einer Flanke von Tyrese Zeigler am Arm von Arminia-Abwehrspieler Marc Ehmann landete. „Für mich ist das ein klarer Handelfmeter“, sagte Bugera dazu.

Der zweite Spielabschnitt begann aber denkbar ungünstig für sein Team. Nach dem ersten Eckball für Ludwigshafen ließ FCK-Schlussmann Enis Kamga, bedrängt von zwei Gegenspielern, den Ball fallen, Amoako staubte zum 1:1 ab (47.). „Ein Torwartfehler, das muss man ganz klar sagen“, so Bugera. Nur zwei Minuten später der nächste Nackenschlag für den FCK II: Ben Reinheimer musste nach einem Foul eines Gegenspielers mit der Trage vom Platz getragen werden. „Das ist das einzige, was mich dann heute ärgert“, sagte Bugera. „Ben wird uns fehlen in den nächsten Wochen, wo es um die Entscheidung geht. Er ist wohl schwerer verletzt, das ist sehr schade für ihn und für uns.“

Prokopchuk lobt die Vorbereiter

Immerhin, sein Team steckte die beiden Nackenschläge weg, spielte weiter nach vorne. Erneut war es Prokopchuk, der, diesmal nach feiner Vorarbeit von Shawn Blum, traf (61.). „Natürlich war es dann auch gut für uns, dass wir nach dem Ausgleich wieder in Führung gegangen sind“, sagte der 20-Jährige. „Das hat es uns leichter gemacht.“ Und lobte seine Vorbereiter: „Das haben sie wirklich sehr stark gemacht.“ Den Schlusspunkt setzte dann Yasin Zor, der nach einem Steilpass von Marius Bauer alleine vor dem Armina-Tor auftauchte und überlegt vollendete (86.).

„Wir sind mit einem Kader angetreten, der sehr, sehr dezimiert war“, sagte Arminia-Coach Chorrosch zu den Gründen für die Niederlage – die dritte in Folge in der englischen Woche für sein Team. „Wir haben viele Stammspieler aktuell, die verletzt sind zum Saisonende. Dadurch sind die Jungs schon überspielt auf vielen Positionen. Das merkt man dann in solchen Spielen.“ Und freut sich über das spielfreie kommende Wochenende: „Das tut uns gut.“

Als Zweiter ins Endspiel gehen

Für Bugera und sein Team ist dagegen sicher, dass es am 31. Mai im Fritz-Walter-Stadion ein Endspiel um Platz zwei gegen den FK Pirmasens geben wird. In das will Trainer Bugera unbedingt „als Tabellenzweiter“ gehen. Darum soll am kommenden Freitagabend im vorletzten Saisonspiel bei Wormatia Worms auch „ein Sieg her“.

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