Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FCK II gegen Dudenhofen: Wenn „Körner“ und Qualität den Ausschlag geben

Aaron Tshimuanga (rechts), hier verfolgt vom Dudenhofener Irfan Catovic, beseitigte mit dem 3:0 die letzten Zweifel am Sieg des
Aaron Tshimuanga (rechts), hier verfolgt vom Dudenhofener Irfan Catovic, beseitigte mit dem 3:0 die letzten Zweifel am Sieg des FCK II.

Bei der Oberliga-Partie zwischen dem FCK und Dudenhofen macht den Gästen der Auftritt vor der Pause Mut. Für den FCK II treffen der jüngste und der älteste Spieler.

René Reichling, der Trainer des FV Dudenhofen, versammelte nach der Oberliga-Partie beim 1. FC Kaiserslautern II seine Spieler um sich. Insgesamt wirkte der 24-Jährige aber nicht allzu enttäuscht, dass sein Team vor den 167 Zuschauern im Sportpark Rote Teufel letztendlich mit 0:4 (0:1) dem klaren Favoriten unterlegen war – auch wenn damit die Serie von sieben Spielen ohne Niederlage für Dudenhofen endete. Auch FCK-Trainer Alexander Bugera nutzte die Minuten unmittelbar nach dem Abpfiff dazu, ein paar Worte an seine Spieler zu richten, und verkündete zwei trainingsfreie Tage. „Wir spielen ja erst am kommenden Sonntag in Gonsenheim“, sagte der 47-Jährige, dessen Team mit dem Heimsieg seine Serie auf nunmehr 22 Spiele ohne Niederlage ausbaute.

Dabei machte Dudenhofen dem FCK II durchaus vor der Halbzeitpause das Leben schwer, stellte sich nicht nur hinten rein, wie vielleicht zu erwarten gewesen wäre, sondern versuchte durchaus auch, nach vorne Akzente zu setzen. „Das war schon der Plan“, sagte Reichling. „Ich bin auch stolz drauf, wie wir es dann gemacht haben.“ Einzig, dass sein Team nach Ballgewinnen „nicht sauber zu Ende“ gespielt habe, hatte er zu bemängeln. Die Herangehensweise der Gäste nötigte auch Bugera Respekt ab: „Dudenhofen hat das richtig gut gemacht“, lobte er. „Sie haben gut verteidigt, aber auch immer wieder ihre Offensivaktionen nach vorne und auch viele Standards gehabt.“

Premierentor im Debütspiel

Dass dennoch sein Team zur Pause mit 1:0 die Nase vorne hatte, lag auch am jüngsten Spieler im FCK-Dress, Dion Hofmeister. Der 16-Jährige, der auch schon zwei Zweitliga-Einsätze hatte, gab sein Debüt in der U21 des FCK und kam nach 39 Minuten auch nach einer schönen Kombination zu seinem Premierentor. „Er ist ein Talent, deswegen trainiert er auch oben bei den Profis mit“, sagte Bugera über den 16-Jährigen. „Das hat man heute auch bei uns gesehen.“ Hofmeister hatte zuvor schon zwei gute Möglichkeiten, der dritte Versuch saß dann. „Die Qualität des FCK ist schon extrem hoch – sie bestrafen dich dann auch für Fehler. Aber in der ersten Halbzeit haben sie das eher noch verpasst“, konnte FV-Trainer Reichling mit dem knappen Rückstand zur Pause ganz gut leben.

Für Erheiterung bei den Zuschauern sorgte kurz vor der Pause noch der lautstarke Rüffel des Schiedsrichterassistenten in Richtung Dudenhofens Torwart Philipp Schilling. Der hatte sich nach Auffassung des Assistenten ein paar Mal zu oft und zu laut über Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns beschwert. Auf dem Weg in die Pause gab es noch einige Diskussionen zwischen Schilling und dem Gespann – anscheinend mit einem Konsens. Denn vor dem Beginn der zweiten Hälfte gab es ein freundliches Handschlagen zwischen den Beteiligten.

Zimmer zieht dem FVD „den Stecker“

Wenig erfreulich für Schilling und sein Team: Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff schlug der FCK II erneut zu. Diesmal durch den ältesten FCK-Akteur, Kapitän Jean Zimmer. Der 32-Jährige sprintete nach einem kurz ausgeführten Abstoß des FV in den Strafraum, wurde von Tom Handrich angeschossen und legte den Ball auch an Schilling vorbei. „Das war typisch für Jean: Da ist er mit voller Leidenschaft durchgelaufen“, lobte Bugera seinen Kapitän. „Nach dem 2:0 war dann auch mehr Leichtigkeit in unserem Spiel.“

Für Reichling und auch Bugera war dieser Treffer der Knackpunkt im Spiel. Das 2:0 habe Dudenhofen „den Stecker gezogen“, sagten beide. Der FCK II nahm nun noch mehr Fahrt auf, bei Dudenhofen wurden die Beine zum Ende der Englischen Woche immer schwerer. Der eingewechselte Aaron Tshimuanga nach einem schönen Solo (73.) und Melvin Wiesnet (75.) setzten die Schlusspunkte zum 3:0 und 4:0. „Es war wichtig, dass wir zu Null spielen“, sagte Kapitän Zimmer und lobte die Fitness seines Teams: „Es war auch wichtig zu sehen, dass wir nach 60 Minuten noch genügend Körner haben.“

Blick bei beiden geht voraus

Der Sieg für den FCK II sei am Ende „verdient“ gewesen, auch „von der Höhe her“, bilanzierte FV-Trainer Reichling und richtete den Blick nach vorne auf das nächste wichtige Spiel im Kampf gegen den Abstieg am kommenden Samstag gegen Cosmos Koblenz (15.30 Uhr). „Da geht es gegen einen direkten Konkurrenten“, sagte der 24-Jährige und betonte: „Da macht uns auch die erste Halbzeit gegen den FCK Mut, auf die sind wir alle stolz.“ Auch Bugera richtete den Blick schon nach vorne auf den Schlussspurt im Zweikampf mit dem FK Pirmasens um die Oberliga-Meisterschaft. „Dass wir wieder zu Null gespielt haben, freut mich sehr“, sagte er. „Aber wir haben jetzt noch sechs Spiele. Ich habe den Jungs gesagt, sie sollen durchziehen, die sechs Spiele Vollgas geben – und dann werden wir sehen, was am Ende dabei herausspringt.“

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