Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FCK-A-Junioren verpassen Sprung an die Tabellenspitze

Die Hand des Gegners auf der Schulter: FCK-U19-Spieler Maddox Stadel (links) spurtet hier energisch dem Ball nach. Hinter ihm Ad
Die Hand des Gegners auf der Schulter: FCK-U19-Spieler Maddox Stadel (links) spurtet hier energisch dem Ball nach. Hinter ihm Adrian Riegel von der TSG Hoffenheim.

Die Luft war wohl raus. Im Topspiel unterliegt die FCK-U19 der TSG Hoffenheim. Doch trotz der Niederlage sieht Coach Eimen Baffoun seine Jungs als „absolute Gewinner“.

Die U19 des 1. FC Kaiserslautern verabschiedet sich in der DFB-Nachwuchsliga mit einer Niederlage in die Winterpause. Gegner TSG Hoffenheim feiert einen 3:1 (2:0)-Erfolg am Fröhnerhof und kürt sich zum Sieger der Vorrunde.

Der Nikolaustag hätte ein besonders schöner werden können: Bei typisch rauem Fritz-Walter-Wetter bot sich der U19 des 1. FC Kaiserslautern die Chance, eine starke Rückrunde mit dem Sprung an die Tabellenspitze zu veredeln – wichtigste Voraussetzung: Ein Sieg gegen die punktgleiche TSG Hoffenheim musste her.

Kraichgauer dominieren die Anfangsphase

Dass das keine leichte Aufgabe werden würde, zeigte sich direkt zu Beginn der Partie. Der Gegner aus dem Kraichgau fand schnell in die Partie, dominierte die Anfangsphase und drängte die U19 des FCK immer wieder in die eigene Spielhälfte. Nach zehn Minuten musste FCK-Schlussmann Randy Hülsmann das erste Mal eingreifen, klärte aber. „Die ersten 15 Minuten sind wir wirklich überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen“, moniert auch FCK-Trainer Eimen Baffoun. Längere Ballstafetten seiner Elf blieben zu Beginn Mangelware. Vereinzelte Umschaltsituationen ließen aber immer wieder das Potenzial der Baffoun-Elf aufblitzen. So etwa nach rund 15 Minuten, als ein langer Ball den Weg zu Maddox Stadel fand. Der lief in Richtung Strafraum, verpasste es jedoch selbst abzuschließen. Sein Querpass blieb ohne Abnehmer.

FCK-Keeper Hülsmann umkurvt

Auf der Gegenseite zeigte sich Hoffenheim konsequenter. Da landete ein langer Ball – durch die zuletzt so stabile Lauterer Abwehr hindurch – bei Natnael Abraha (20.). Der TSG-Akteur lief alleine auf FCK-Keeper Hülsmann zu, umkurvte diesen und schob zur 1:0-Führung der Gäste ein. „Das Tor bekommen wir dann leider auch noch sehr unattraktiv. Und auch mit dem 0:2 bin ich nicht wirklich zufrieden“, kritisiert Baffoun. Nach einer Parade von Hülsmann hatte Krystof Cizek (39.) aus dem Rückraum heraus zum späteren Pausenstand getroffen.

„Gegen Ende der ersten Halbzeit sind wir besser reingekommen, weil wir dann viel mutiger gespielt haben“, so Baffoun. Genauso sollte es nach dem Trainerteam auch im zweiten Durchgang weitergehen. Und vorerst schien die Marschroute auch zu fruchten: Bereits fünf Minuten nach Wiederanpfiff bekam seine Elf einen Elfmeter zugesprochen. Dzenan Resic (50.) trat an und verwandelte sicher: der 1:2-Anschluss!

FCK-Kapitän scheitert nach starkem Sololauf

Die Hoffnung währte jedoch nicht allzu lange: Diesmal gab es einen Strafstoß auf der anderen Seite. Zidan Tairi (62.) verwandelte ebenso souverän und stellte damit den alten Abstand wieder her. Bereits wenige Minuten zuvor hatte er den dritten Hoffenheimer Treffer knapp verpasst, als sein Schuss vom Pfosten ins Aus sprang. „Ab dem Gegentreffer haben wir dann leider wieder weniger mutig hinten herausgespielt“, bedauert der FCK-Coach. Beide Teams hatten weitere Möglichkeiten. Die beste für den FCK vergab wohl FCK-Kapitän Linus Tautenhahn, der nach einem starken Sololauf über das Tor zielte (80.). Weitere Chancen blieben ebenso ungenutzt, sodass es beim 1:3 blieb.

Damit endete auch die Siegesserie der Roten Teufel von immerhin fünf Ligaspielen. „Natürlich ist das schade. Ich hätte mir einen besseren Abschluss zur Winterpause gewünscht“, so Baffoun. „Aber die Jungs sind trotzdem absolute Gewinner. In der Hinrunde waren wir noch abgeschrieben, und in der Rückrunde durften wir sogar noch um Platz eins spielen. Natürlich ist die Niederlage jetzt enttäuschend, aber wenn man das Gesamtbild betrachtet, dann muss man den Jungs einfach einen riesigen Respekt aussprechen. Vielleicht war auch die Luft raus, weil wir eigentlich unser Ziel erreicht hatten. Das werden wir intern noch einmal thematisieren. Aber trotzdem überwiegt die Freude über die Qualifikation für die A-Liga.“

Liga A als große Herausforderung

Da gleichzeitig auch der 1. FC Heidenheim seine Partie mit 2:0 in Darmstadt gewann, schließen die Roten Teufel die Vorrundengruppe auf Platz drei ab. Im neuen Jahr werden die Karten dann neu gemischt: Nach kurzer Winterpause stehen für die Roten Teufel im Januar bereits einige Testspiele auf dem Programm, ehe im Februar dann mit dem Startschuss zur Hauptrunde in Liga A die nächste große Herausforderung wartet.

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