Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FCK-A-Junioren spielen Rasenschach mit der Fohlenelf

Im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach hielt er einen Elfmeter: Enis Kamga, der Keeper der FCK-U19.
Im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach hielt er einen Elfmeter: Enis Kamga, der Keeper der FCK-U19.

Nach dem Sieg über Bayern München landet die U19 des 1. FCK gegen Borussia Mönchengladbach den nächsten Coup. Coach Eimen Baffoun zeigt sich als ideenreicher Stratege.

Die A-Junioren des 1. FC Kaiserslautern bleiben auch am zweiten Spieltag der Hauptrunde in der DFB-Nachwuchsliga ungeschlagen. Beim 3:2 (1:1) in Mönchengladbach bewiesen die Nachwuchsteufel Qualität und vor allem große Widerstandsfähigkeit.

Es ist eines der Fußballspiele, die ein jedes Fußballerherz begeistert. Der große Favorit gegen den Underdog: die Fohlenelf aus Mönchengladbach gegen die Nachwuchsteufel vom Betzenberg. Bei den Borussen fehlte zwar Topstürmer Iaia Danfa, dafür stand Wael Mohya in der Startelf. Der hatte tags zuvor noch bei den Gladbacher Profis gespielt.

Die Roten Teufel mit dem Rücken zur Wand

Die Borussen waren also nach dem überraschenden Auftaktsieg der Roten Teufel gegen Bayern München entsprechend vorbereitet und füllten die Rolle des Favoriten zunächst souverän aus. Nach acht Minuten entschied Schiedsrichter Nils Leichert auf Elfmeter für die Fohlenelf. Enis Kamga, im Tor der Roten Teufel, parierte zwar, war aber beim Nachschuss von Engjell Krasniqi (8.) machtlos. Gerade als die Pfälzer dann besser im Spiel waren, folgte der nächste herbe Rückschlag: Erneut reklamierte ein junger Borusse im Lauterer Strafraum Foulspiel, erneut schritt der Schiedsrichter ein: Elfmeter für Gladbach, dazu die Rote Karte gegen Linus Tautenhahn (27.). Eine „sehr harte Entscheidung“, wie FCK-Trainer Eimen Baffoun moniert. Die Roten Teufel standen damit mit dem Rücken zur Wand. Gladbach war kurz vor dem zweiten Treffer, und es warteten noch 60 Minuten in Unterzahl.

Enis Kamga – der Elfmetertöter

Doch Kamga, der an diesem Tag einmal mehr mit einer unglaublichen Elfmeterquote glänzte, entschärfte den zweiten Elfmeter. Seine Parade diente als wahrer Hoffnungsträger: Im direkten Gegenangriff ging es über Marvin Yüsün und Kian Ramadani gefährlich in Richtung Tor. Yüsün vollendete mit einem souveränen Schuss ins kurze Eck zum 1:1 (28.). Die Baffoun-Elf passte sich in der Folge dem Unterzahlspiel an. Kurzerhand formierte sich das Team zum 4-4-1, und Offensivspieler Kian Scheer rückte in die Innenverteidigung. „Er hat das auch schon in der U15 unter mir gespielt und hat heute wirklich ein sensationell gutes Spiel gemacht“, lobt Baffoun. Beide Mannschaften hatten vor der Pause zwar noch jeweils eine Chance, blieben aber erfolglos, sodass es mit dem 1:1 in die Kabinen ging.

Nach der Pause führte sich das Baffoun’sche Rasenschach weiter fort. Aus dem 4-4-1 wurde ein 4-3-2. Das Ziel: frühzeitigen Druck auf die gegnerische Innenverteidigung auszuüben und dem Gegner wenige Möglichkeiten im Spielaufbau zu geben. Die Umstellung fruchtete. Gladbach hatte weiter mehr Ballbesitz, es fehlte aber die entscheidende Spielidee. Ein Freistoß brachte nochmal Gefahr, Kamga parierte jedoch erneut. Mitte der zweiten Hälfte quittierte die Fohlenelf dann eine Gelb-Rote Karte (72.) und plötzlich herrschten wieder gleiche Verhältnisse auf dem Fußballplatz. Die noch nicht müden Gäste aus Lautern richteten sich sogleich offensiver aus und schlugen zweimal binnen weniger Minuten zu. Zunächst setzte ein Pass in die Tiefe vom eingewechselten Alban Mehmetaj Stürmer Kian Ramadani in Szene. Der schlug auf dem Weg zum Tor noch eine Flinte, um auch den letzten Gegenspieler aussteigen zu lassen, und vollendete schließlich zur 2:1-Führung (78.). Ihm folgte kurz danach Maddox Stadel (84.) auf die Torschützenliste.

Vor den Augen von Eugen Polanski

Die Fohlenelf bäumte sich ein letztes Mal auf. Tristan Top-Rasmussen (90.+2) erzielte den Anschluss. Mehr war aber nicht mehr drin für die Gladbacher. Es blieb beim Sieg der Nachwuchsteufel - und das auch noch vor den Augen von Gladbachs Cheftrainer Eugen Polanski.

Damit ist klar: Der Sieg gegen Bayern München war definitiv kein Zufall, sondern das Ergebnis einer wachsenden FCK-Elf, die vor allem enorme Moral hat und mit der Partie in Mönchengladbach ein weiteres klares Zeichen an die Konkurrenz setzt. „Am Ende steht und fällt alles mit uns. Wir haben definitiv Qualität und eine noch stärkere Mentalität, aber die abzurufen von Woche zu Woche wird die Kunst sein“, resümiert Baffoun.

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