Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Fünf von 84 Corona-Tests in Kita „Kleine Strolche“ und Röhmschule fallen positiv aus

Nachdem drei weitere Kinder und eine Erzieherin positiv auf Corona getestet wurden, bleibt die Kita „Kleine Strolche“ vorsorglic
Nachdem drei weitere Kinder und eine Erzieherin positiv auf Corona getestet wurden, bleibt die Kita »Kleine Strolche« vorsorglich zwei Wochen geschlossen, entschied die Stadtverwaltung.

In der Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ gibt es insgesamt sechs Corona-Infizierte, an der Röhmschule einen positiv getesteten Fall. Wie das Gesundheitsamt am Freitag informierte, sind 84 Kontaktpersonen zweier infizierter Kinder getestet worden. Die Kita bleibt vorsorglich geschlossen, an der Schule wird ein Konzept für die kommende Woche erarbeitet.

Nachdem bekannt wurde, dass zwei Geschwister aus Kaiserslautern mit dem Virus infiziert sind, hat das Gesundheitsamt am Donnerstag insgesamt 84 Abstriche genommen. Eines der Kinder besucht die Röhmschule und war in der Nachmittagsbetreuung in der Kita „Kleine Strolche“. Wie berichtet, wurden Kinder und Erzieher, Lehrkräfte und Reinigungspersonal, die unmittelbar in Kontakt mit den beiden Kindern standen, getestet. Bei fünf der 84 getesteten Menschen ist das Coronavirus nachgewiesen worden – dabei gibt es vier Fälle in der Kindertagesstätte und einen in der Schule. Laut Gesundheitsamt sind alle Getesteten, die Erziehungsberechtigten und die Beschäftigten der Einrichtungen über die Ergebnisse informiert worden. Für eine zweite Testung aller Kontaktpersonen in der nächsten Woche wurden Termine festgelegt. Wie Oberbürgermeister Klaus Weichel gestern sagte, wurden insgesamt drei weitere Kinder und eine Erzieherin der Kindertagesstätte positiv auf das Virus getestet. Weichel: „Wir stehen hier in Absprache mit dem Gesundheitsamt, der Kita-Leitung und den Eltern. Zum Schutz aller Betroffenen haben wir uns als Träger der Einrichtung entschlossen, die Kita zunächst für die nächsten zwei Wochen zu schließen.“ Ob es eine Notbetreuung für die übrigen Kinder gibt und ob alle Getesteten vorsorglich in häuslicher Quarantäne bleiben müssen, konnte die RHEINPFALZ am Freitag von der Stadtverwaltung nicht erfahren. Eine Rückrufbitte blieb bis zum Abend unbeantwortet. Bereits am Donnerstag sicherte jedoch die Leiterin des Referats Jugend und Sport, Katharina Rothenbacher-Dostert, zu, dass Eltern, die Kinder in der Kita haben, von der „Kleine Strolche“-Leitung umfassend informiert werden.

Röhmschule plant für kommende Woche

An der Röhmschule werde übers Wochenende der Schulbetrieb für die kommende Woche geplant, sagte eine Pressesprecherin der für Schulen zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier. Alle, die vergangene Woche Kontakt mit dem infizierten Kind hatten seien vorsorglich in häuslicher Quarantäne: „Sechs der zehn Lehrer der Röhmschule müssen vorerst daheim bleiben. Außerdem eine Lerngruppe der dritten Klasse und alle Kinder der Notbetreuung.“ Insgesamt etwa 25 Kinder. Da am Montag, 8. Juni, nach dem Plan der Landesregierung wieder alle Klassenstufen in die Schule kommen sollen, werde gemeinsam mit Elternvertretern ein Konzept ausgearbeitet, wie die vier verbleibenden Lehrkräfte den Schulbetrieb organisieren können. Klar sei, dass nicht alle Schüler gleichzeitig in die Grundschule kommen.

Eine Schließung der Schule aus Infektionsschutzgründen könne, sagte die ADD-Sprecherin, nur vom Gesundheitsamt angeordnet werden: „Wir haben Pädagogen in unserer Behörde, aber keine Mediziner. Die Fachleute sitzen im Gesundheitsamt.“ Bis Freitagnachmittag sei von einer Schließung keine Rede gewesen. Mindestens für Verwunderung sorgt daraufhin die Antwort des Gesundheitsamts auf die RHEINPFALZ-Anfrage zu einer Schulöffnung ab Montag: „Ob eine Schließung der Schule erfolgt oder nicht, ist dem Gesundheitsamt nicht bekannt, das ist eine Entscheidung der ADD, über die die Stadt informiert sein müsste.“

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