Kaiserslautern Es wird wieder geschafft

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Die letzten „Kalau“ sind verklungen, die letzten Orden verteilt und der Schlüssel zur Burg vom KVK an die Stadt zurückgegeben. Beim Heringsessen im Deutschherrensaal der Kreissparkasse sagte Hausherr Franz Link am gestrigen Aschermittwoch, was jetzt Sache ist: „Ab morgen wird wieder geschafft.“

Die strenge Anweisung des Sparkassenchefs richtete sich eigentlich direkt an Prinzessin Luasa I., die mit dem Aschermittwoch den glanzvollen Titel einer „Prinzessin der Stadt Kaiserslautern am Hofe des Pfalzgrafen Johann Casimir, Schutzpatronin der Stadt“ zunächst einmal ruhen lassen wird, um für die nächste Zeit als bürgerliche Bankkauffrau Luasa Nzali ihre Brötchen zu verdienen. Ein Bündel Krawattenschnipsel, die sie sich der Tradition entsprechend am Aschermittwoch von den männlichen Gästen erobern durfte, wird sie für eine Weile über den Amtsverlust hinwegtrösten. Was außerdem bleibt, ist die Erinnerung an eine Fastnacht die: „Noch besser war, als ich sie mir vorgestellt hatte und gar nicht so stressig.“ Am besten gefallen habe ihr die Galaprunksitzung des Karnevalvereins in der Fruchthalle und der Fastnachtsumzug am Sonntag in Ludwigshafen. Dass die närrische Zeit nicht erst mit der Altweiberfastnacht, sondern tatsächlich schon viel früher beginnt, war eine Erkenntnis, die sie für sich und gleichaltrige Freunde außerdem mitgenommen hat. Nach zehn eigenen Veranstaltungen plus Abstechern nach Köln, Trier und Mainz müsse Gott Jokus einfach mit den Narren ein Einsehen gehabt und ihnen einen schönen Ausklang gegönnt haben, vermutete KVK-Präsident Timo Menge hinter dem komplett verregneten Dienstag. „Wir haben ausgiebig und friedlich gefeiert; jetzt kommt die Zeit für die Familie und wie immer der Versuch, wieder zehn Kilo abzunehmen“, beschrieb er, was als nächstes ansteht. Die Resonanz auf die Veranstaltungen sei riesig gewesen: „1600 Leute an Altweiberfastnacht in der Kalause und tausend Liter Bier getrunken: Das war der absolute Wahnsinn.“ „Ich kenn’ ja Fastnacht, aber so extrem wie hier net“, gestand Wolfgang Vogel. Ein Fastnachter und auch musikalisch von Jugend an, hat der frühere Ortsbürgermeister von Fischbach in dieser Kampagne als Schlagzeuger und Sänger seinen Einstand bei den „Speisbuwe“ gefeiert. An Weiberfastnacht hat er an der Theke gestanden: „Da kam ich ins Schwitzen bis in den frühen Morgen.“ Inzwischen „sitzen“ die typischen KVK-Lieder und der Mann ist so richtig drin: „Ich könnt’ grad weitermachen.“ „Weniger Arbeit, weniger Stress, weniger Spaß“, kommentierte Klaus Gehm den Ausfall der Straßenfastnacht auf dem Rathausplatz. In Erinnerung bleibt dem Gründungsmitglied des Männerballetts und Vater von „Krawallschachtel“ Michaela Kalbheim wie den anderen Aktiven auch die „Gala“ in der Fruchthalle und der Umzug in Ludwigshafen. Wenn jetzt wieder mehr Ruhe einkehrt, will der Mitgliederwart des KVK demnächst erst einmal sein Mitgliederprogramm auf Vordermann bringen. „Kurz und anstrengend“ hat Andreas Rössling die Kampagne 2015/2016 erlebt. Trotz sechs Auftritten seit Mitte Januar mit dem Männerballett sieht der zweite Schatzmeister des KVK für sich noch Luft nach oben: „Schade, dass die Straßenfastnacht ausgefallen ist.“ Bei einem Turnier mit Garden und Balletten gibt es wenigstens am kommenden Samstag noch einen Nachschlag. „Kurz und knackig“ hat Verena Menge die Kampagne erlebt. Mit den Söhnen Julian und Philipp hat die Präsidentengattin mitgefeiert, wann immer es für die Jungs gepasst hat und an der Seite ihres Mannes auch den Kinderfasching gestemmt. Ansonsten war der Babysitter zuverlässig. Sie konnte mit Freundinnen Damensitzung wie Altweiberfastnacht feiern: die Highlights. Was sie sonst noch zur KVK-Fastnacht beigesteuert hat? „Ich habe meinen Mann freigegeben aus dem Familienmanagement.“ (krh)

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