Einwurf
Es gibt nicht viel zu verlieren

Die Beratungen zum diesjährigen Haushalt waren für alle Beteiligten eher schmerz- als lustvoll. Der Ablauf ist immer derselbe – nicht nur beim Etat: Der Oberbürgermeister kommt mit einem Vorschlag in die Sitzung, der Stadtrat weist ihn zurück. Es folgen endlose Schuldzuweisungen und Diskussionen, die nicht wirklich weiterbringen. Erst an der Schmerzgrenze entsteht ein Kompromiss.
Das will kaum jemand auf Dauer. Und es ist nie zu spät, aus Erfahrungen zu lernen – und miteinander zu reden, ohne Publikum, könnte helfen. Fachliche Beratung und gemeinsame ADD-Gespräche sind zwei Ansätze, die einen Versuch wert sind. Auch der OB scheint solche Ideen nicht (mehr) als Affront, als Eingriff in seine Kompetenz, zu sehen. Gelassenheit allerseits tut gut.
