Kaiserslautern Ein ungebrochener Rekord

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Der Kaiserslauterer Schwimmsportklub KSK richtet am Wochenende sein 50. Schwimmfest aus. 400 Schwimmer aus ganz Deutschland gehen im Monte Mare auf der Kurzbahn ins Wasser. Insgesamt 2100 Starts erfolgen an den beiden Tagen. Ein Großereignis und eines Jubiläums würdig.

Wenn am Samstag, 9.30 Uhr, die ersten Schwimmer ins Wasser hechten und sich bis Sonntagabend über die unterschiedlichen Distanzen im Freistil, Rücken, Brust, Lagen und Freistil messen, dann blickt der KSK bereits auf ein halbes Jahrhundert Schwimmwettkämpfe zurück. Da lohnt der Rückblick, und der geht erst einmal ins 1964 eröffnete städtische Hallenbad. Dort organisierte der KSK 1967 das 1. Nationale Schüler- und Jugendschwimmfest mit damals bereits 27 Vereinen. Im Jahr zwei waren es bereits deutlich über 50 teilnehmende Vereine, die vom Veranstalter die Planung von bis zu 1500 Starts erforderte. Damals natürlich noch alles ohne Computer und ohne elektronische Zeiterfassung. Bald wurde der Wettkampf auf zwei Tage ausgedehnt, und es war ganz selbstverständlich, dass schwimmende Gäste bei Eltern der KSK-Schwimmer unterkamen. Das vereinseigene Schwimmerheim am Warmfreibad reichte als Unterkunft längst nicht mehr für alle aus. Mitte der 80er Jahre reichte auch die Kapazität des Hallenbades nicht mehr aus. 1758 Einzel- und 26 Staffelstarts waren selbst für einen zweitägigen Wettkampf zu viel. Ausgeladen wurde niemand, nicht beim KSK. Der schickte die jüngeren Jahrgänge kurzerhand im Schulzentrum Süd ins Wasser. Ein ganz besonderer bis heute ungebrochener Rekord stammt aus dieser Zeit. Der damals zwölfjährige Lars Kalenka, der bis heute dem Schwimmsport treu geblieben und erfolgreich ist, schwamm im Schulzentrum einen Deutschen Jahrgangsrekord über 200 Meter Rücken. Bislang konnte niemand diesen Bahnrekord brechen. Kalenka hält somit den ältesten Rekord in den Vereinslisten. 2004 kam das Aus für das städtische Hallenbad. Das Schwimmfest wird seitdem im Kaiserslauterer Freizeitbad Monte Mare ausgetragen. 2011, zum 100-jährigen Vereinsbestehen, legten 2200 Einzelstarts den KSK fast lahm. Aber nur fast, der Verein mobilisierte sich und seine Energien immer wieder selbst und schaffte das Großereignis. Wenn am Sonntag am späten Nachmittag, die letzten Finalläufe starten und die Schwimmer um den bereits zum zweiten Mal ausgetragenen Monte-Mare-Cup wetteifern, hat der KSK mit all seinen Helfern erneut ein Mammut-Schwimmfest mit gut 2100 Starts bewältigt. Bis dahin heißt es durchatmen, Nerven behalten und die Schwimmer anfeuern.

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