Kaiserslautern Ein bisschen besser sein reicht
Erster Heimsieg der Rolling Devils unter Spielertrainer Taz Capasso. Gegen die Köln 99ers gelingt ein ungefährdeter 80:62-Erfolg. Damit stehen die Devils weiterhin im gesicherten Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle.
Kaiserslautern. Manchmal reicht es einfach nur, ein bisschen besser zu sein als der Gegner. So einen Abend erwischten die Rolling Devils am Samstag in der Kaiserslauterer Schillerschule beim Aufeinandertreffen mit dem Tabellenvorletzten, den Köln 99ers. Ohne groß überzeugen zu müssen, gelang der Mannschaft von Spielertrainer Taz Capasso ein auch in der Höhe verdienter Sieg. Ausschlaggebend für den Erfolg war eine starke Defensivleistung im zweiten Viertel. Und mit ein bisschen mehr Konzentration unter dem gegnerischen Korb wäre ein noch deutlicher Vorsprung als die 18 Punkte zum Ende im Bereich des Möglichen gewesen. Dabei legten die Gäste aus dem Rheinland furios los. Luke Pople, der australische Neuzugang der Kölner, und Jaime Mazzi trafen aus der Distanz nach Belieben, nach 6:2 (2.) führten die 99ers nach acht Minuten 17:12. Zu viele leichte Ballverluste und zu ungenaue Schüsse der Devils spielten den Gästen dabei in die Karten. Das änderte sich mit dem zweiten Viertel. Kaiserslautern wurde sicherer, Kai Möller, Jake Williams & Co. versenkten den Ball jetzt öfter in der Reuse. Bei den Gästen lief nichts mehr zusammen. Ganze sechs Punkte verbuchte der Tabellenletzte im zweiten Viertel. Center Ramo Rekanovic war bei Möller und Mark Beissert völlig abgemeldet. Die Devils ihrerseits versäumten es, eine noch höhere Führung herauszuspielen. So wurden mit 39:27 die Seiten gewechselt. Die endgültige Entscheidung fiel dann zu Beginn der zweiten Halbzeit. Durch die foulbedingte Disqualifikation von John McPhail nach 22 Minuten schwächten sich die Kölner selbst. Zwar gelangen Pople zwei Drei-Punkte-Würfe in Folge, und der Vorsprung der Rolling Devils schmolz auf neun Punkte (49:40, 23.). Ständige Unterbrechungen durch Fouls, Auszeiten, Reklamationen seitens der Kölner Bank und Nachfragen der Schiedsrichter untereinander sorgten dafür, dass kein richtiger Spielfluss aufkommen konnte. Zudem bereitete die offensive Verteidigung der Gäste den Devils zeitweise Probleme. So pendelte sich der Vorsprung bei zehn Punkten ein. Im abschießenden Spielabschnitt nutzten die rollenden Teufel dann die offene Deckung unter dem Korb der Gäste zu schnellen Kombinationen. Köln verlegte seine Angriffsbemühungen fast komplett auf erfolglose Distanzwürfe. 16 Drei-Punkte-Versuche gingen auf das Konto von Pople und Mazzi, ganze vier waren von Erfolg gekrönt. Der Vorsprung wuchs zwischenzeitlich auf 20 Punkte, am Ende waren es dann deren 18. Kaiserslautern liegt jetzt mit acht Punkten auf Rang sechs und könnte bei einem Sieg am nächsten Spieltag in Trier nach Punkten zu den viertplatzierten Moselstädtern aufschließen. Die 99ers bleiben Vorletzter und müssen kommende Woche gegen die Mainhatten Skywheelers punkten, um nicht frühzeitig den Kontakt zum rettenden Ufer zu verlieren. So spielten Sie Rolling Devils Kaiserslautern: Möller (25 Punkte), Williams (21), Binda (16), Beissert (12), Heimbach (4), Capasso (2), Wright, Rittersbacher Köln 99ers: Pople (27/2 Dreier), Mazzi (18/2), Rekanovic (13), McPhail (2), Richter (2), Kasapoglu, O’Kelly-Kennedey, van der Teen.