Kaiserslautern Die Reißleine gezogen

Placeholder-Image

Nach dreimonatiger Pause starten die Wasserballerinnen und Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs (KSK) mit dem fast schon traditionellen Auftritt im Rheinland in die neue Saison.

Beim Freundschaftsturnier des Stolberger SV müssen sich die Damen in einer Viererkonkurrenz beweisen, bei den Herren streiten sich doppelt so viele Teams um den Titel. Aus dem Vorjahr gilt es, einen zweiten (Damen) und einen dritten Platz (Herren) zu verteidigen. Dass der KSK wieder mit den obligatorischen zwei Teams nach Stolberg fährt, erweckt nur auf den ersten Blick den Eindruck, als sei im Lager der Krokodile alles beim Alten geblieben. Der Blick auf die Kaderstärke lässt bereits das Gegenteil erahnen: Die Auswechselbank der Lauterer Herren wird während des Turniers gerade mal mit einem Akteur besetzt sein, die Damen fahren sogar nur mit der Minimalzahl von sieben Spielerinnen ins Rheinland. Der Personalmangel beschränkt sich nicht auf Vorbereitungsturniere, sondern verfolgt die Krokodile auch in den Liga-Spielbetrieb. Sah es im Sommer noch so aus, als könnte der KSK erneut zwei Teams in die Ober- und Verbandsliga Rheinland-Pfalz/Saar schicken, so mussten die Verantwortlichen vor Wochenfrist die Reißleine ziehen und die zweite Mannschaft noch vor Saisonbeginn wieder abmelden. Nach diversen Abgängen hätte die Reserve zu fast 70 Prozent aus Aktiven bestanden, die auch in der ersten Mannschaft spielen – ein Umstand, der von der Rundenleitung ebenfalls nicht gut geheißen worden wäre. Immerhin durfte man sich die Option offenhalten, im kommenden Sommer die zweite Mannschaft nachzumelden, falls die Spielerdecke bis dahin wieder etwas angewachsen sein sollte. In Stolberg können die Krokodile also schon mal ausprobieren, wie es ist, mit wenig Personal auszukommen, wobei auf die Damen lediglich vier Spiele mit reduzierter Dauer warten, während die Herren sechsmal ranmüssen. Die KSK-Nixen treffen auf die Gastgeberinnen aus Stolberg, den SV Olympia Borghorst sowie mit RISC Brüssel auf das einzige ausländische Team im Feld. Für die Lauterer gilt es, nach der Vorrunde mindestens Platz zwei innezuhaben, um ins Endspiel zu kommen, das sie 2013 gewannen. Auch auf die Herren wartet am Samstag zunächst eine Vierergruppe, ebenfalls der SV Olympia Borghorst und die zweite Vertretung der Gastgeber sowie der Aachener SV. Auch für die 2014 drittplatzierten Krokodile gilt es, schlechtestenfalls Zweiter in der Gruppe zu werden, um ins Halbfinale einzuziehen. Dort könnte es dann zum ewigen Duell mit den Gastgebern kommen, die nach der Absage von Vorjahressieger Steinhagen der große Turnierfavorit sind. (sts)

Mehr zum Thema
x