Kaiserslautern Die Milch macht’s
Was aus Milch gemacht wird und wie sie zu leckeren Speisen verarbeitet werden kann, erfuhren die Ferienkinder der Verbandsgemeinde Landstuhl. Unter Anleitung der Landfrauen bereiteten 15 Nachwuchsköche im Bürgerhaus von Mittelbrunn mehrere Gerichte mit Milchprodukten zu und gegessen wurden sie selbstredend auch.
Der Duft von süßem Gebäck zieht durch das Foyer des Mittelbrunner Bürgerhauses. Hier steht Ingrid Stenger umringt von vier Kindern und backt Mini-Pfannkuchen an einer mobilen Kochplatte. Zwei weitere Landfrauen der Verbandsgemeinde Landstuhl (VG) und Hiltrud Woll, ebenfalls Landfrau und Leiterin des Kinderkochkurses, bereiten mit den anderen Kindern drei weitere Gerichte zu. Deren Gemeinsamkeit ist, dass sie alle Milchprodukte enthalten. Viktoria hat sehr gut aufgepasst und weiß genau, was nötig ist, um einen Pfannkuchenteig zu machen. „Zucker, Mehl, drei Eier, Backpulver, Milch“, benennt sie die Zutaten. „Und Joghurt“, wirft Ben ein. Wie die anderen Kinder auch, hat er heute zu Beginn des Kurses gelernt, dass Joghurt, Kefir, Quark oder Sahne aus Milch gemacht werden. Die Kinder haben erfahren, woher die Milch kommt, warum sie Milchprodukte essen sollten und wofür sie im Körper gut sind. Aus der Küche ist Geschirrklappern zu hören. Hannah (10) hat die Spülbürste in der Hand, während Alina (7) und Emily (10) abtrocknen. Sie sind schon fertig mit ihren Quarkbrötchen, die gerade in den Backofen geschoben wurden. „Wir haben den Teig selbst gemacht“, erzählen die Mädchen stolz. Derweil haben fleißige Hände schon die lange Tafel im Foyer gedeckt. Kleine Schüsseln mit Apfel-, Paprika- und Karottenstückchen stehen bereits auf dem Tisch. Bei jedem Teller sitzt ein Kind. „Habt ihr Hunger?“, fragt Woll, und: „Wollt ihr als Vorspeise einen Pfannkuchen?“ Auf beide Fragen folgt wie aus einem Mund ein lautes „Ja!“. Die etwa handtellergroßen Pfannkuchen und das Apfelmus – auch es wurde von den Kursteilnehmern selbst gemacht – kommen gut an. Ein Mädchen will wissen, warum das Mus rot ist. „Weißt du das, Lea?“, will Woll nun wissen. „Weil die Schale rot war “, antwortet das Mädchen. Als die Teller gefüllt sind, wird es mucksmäuschenstill. „Und, schmeckt es euch?“, wollen jetzt die Landfrauen wissen – und wieder kommt es wie aus einem Mund: „Ja!“ Reihum werden die Teller nun mit Kartoffeln mit Ricottasoße gefüllt. „Was ist der Trick bei diesem Gericht?“, will Woll nun wissen. „Der Sparschäler“, weiß Florian, der gemeinsam mit dem neun Jahre alten Mateo die enthaltenen Karotten und Zucchini in feine Scheiben geschnitten hat. Auch das Börek, ein türkisches Hackfleischgericht, kommt gut an. Nur den Kefir-Beeren-Drink zum Nachtisch mag nicht jedes Kind. Beim Börek hat die zehnjährige Hannah mitgewirkt. „Das hat viel Spaß gemacht. Ich will das mal daheim ausprobieren“, erzählt das Mädchen. Es kocht gerne, bereitet auch mal Frühstück mit Eiern für die Eltern zu. Vielleicht können sich auch Natalie und Mathias Fuchs aus Landstuhl bald verwöhnen lassen. Ihre Kinder, Lea und Florian, haben sich diesen Tag ausgewählt. Ab und an helfen die Geschwister in der Küche mit. „Besonders Flo backt gerne“, erzählt das Paar. Da passt es gut, dass jeder der Teilnehmer ein Rezeptbüchlein mit nach Hause nehmen darf.