Kaiserslautern Die Krokodile können es doch noch
Im vierten und letzten Anlauf haben es die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs doch noch geschafft, in diesem Sommer ein Heimspiel im Warmfreibad zu gewinnen. Beim 12:5 (3:1/3:0/3:3/3:1) gegen den WSV Vorwärts Ludwigshafen III taten sie sich ganz zu Beginn etwas schwer, fuhren dann aber einen ungefährdeten Erfolg ein.
Am Dienstag schließen die Krokodile die Oberliga-Saison 2016/17 mit der Partie bei Vizemeister WSV Ludwigshafen II ab. Spielbeginn ist um 19.45 Uhr im Freibad am Willersinnweiher. Welch ungewohntes Bild auf der Ersatzbank des KSK: Erstmals seit Anfang März konnte Trainer Phil Lane wieder auf einen mit 13 Akteuren komplett besetzten Kader zurückgreifen. Darunter auch Oldie Bernd Feddeck, der zwar nach wie vor noch nicht hundertprozentig einsatzfähig ist, sich die Gelegenheit aber nicht nehmen lassen wollte, einmal mit allen seinen drei Jungs im Aufgebot zu stehen. Da seine Einsatzzeiten allerdings dann doch zu kurz waren, gelang es ihm im Gegensatz zu seinen Buben nicht, sich ebenfalls in die Torschützenliste einzutragen. Das änderte aber nichts daran, dass die Partie gegen die Nachwuchstruppe des WSV Ludwigshafen III fast im Alleingang durch die Familie Feddeck entschieden wurde. Nachdem die Lauterer lange dem schnellen 0:1-Rückstand (nach lediglich zwölf Sekunden) hinterhergeschwommen waren und kein Mittel gegen die enge Verteidigung der Rheinstädter gefunden hatten, war es zunächst Dirk Feddeck, der in der sechsten Minute für den Ausgleich sorgte, ehe sein Bruder Jens mit einem Hattrick – unterbrochen durch die erste Viertelpause – das 2:1, 3:1 und 4:1 erzielte. Nach dem 5:1 durch Frederik Ramthun reihe sich dann auch Ulf Feddeck in die Reihe der Torschützen ein und stellte mit dem 6:1-Halbzeitstand die Weichen vorzeitig auf Sieg. Obwohl Phil Lane von seinem Team in der Pause forderte, die Konzentration hochzuhalten und den Vorsprung möglichst weiter auszubauen, sollte der dritte Abschnitt wieder einmal sehr zum Unmut des Trainers ablaufen. Immer wieder lud der KSK das junge Ludwigshafener Team durch Abspielfehler und überhastete Abschlüsse zum Kontern ein, was die Gäste gerne annahmen. Hätten die Rheinstädter noch die ein oder andere ordnende Hand mehr an Bord gehabt und konsequenter verteidigt, hätte die Partie in dieser Phase kippen können, zumal ihnen drei Treffer gelangen. Allerdings hatten die Lauterer ja noch ihren Goalgetter Dirk Feddeck, der selbst ebenfalls drei Tore erzielte und so den Abstand zur letzten Pause bei fünf Treffern hielt (9:4). Als im finalen Abschnitt auf beiden Seiten viel gewechselt wurde, worunter der Spielfluss etwas litt, konnte der KSK seinen Vorsprung nochmals ausbauen und ging durch Ulf und Jens Feddeck sowie Frederik Ramthun mit 12:4 in Führung. Den Schlusspunkt setzte die resignierende Truppe vom Rhein, die sieben Sekunden vor dem Ende ihren fünften Treffer erzielte. Mit dem 12:5-Erfolg haben die Krokodile ihren Kontostand auf 11:11 Punkte ausgeglichen, bleiben aber auf dem fünften Rang. Auch die anderen Plätze in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar sind nun vergeben. Dank eines 13:8-Sieges beim WSV Ludwigshafen II verteidigt der SC Neustadt II mit 21:3 Punkten souverän den Titel – Ludwigshafen II (16:6) muss sich wie im Vorjahr mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Der SSV Trier sicherte sich durch ein 14:10 bei Ludwigshafen III mit 15:9 Zählern die Bronzemedaille – einen Punkt vor dem Überraschungsteam aus Friedrichsthal. Hinter dem KSK rangieren Ludwigshafen III (3:21) und der SV Neunkirchen (2:22). Von den 42 Partien der Oberliga-Runde ist noch genau eine offen: Der Auftritt der Lauterer beim Vizemeister und Pokalfinalisten WSV Ludwigshafen II, der am heutigen Dienstag über die Bühne gehen wird. Für beide Teams geht es nur noch um die berühmte goldene Ananas. Nach der knappen 13:14-Niederlage im Heimspiel vor drei Wochen wollen die Krokodile am Rhein zumindest einen Teilerfolg verbuchen, um die Runde nicht mit einem negativen Punkteverhältnis zu beenden. So spielten sie Kaiserslauterer SK: Frank Dick (Tor), Ulf Feddeck (2 Treffer), Florian Heine, Stefan Raspudic, Melanie Keller, Bernd Feddeck, Johannes Bröhl, Jens Feddeck (4), Stefan Stranz, Anita Raspudic, Frederik Ramthun (2), Juan Espinosa, Dirk Feddeck (4).