Kaiserslautern „Die Innenstadt liebenswert erhalten“

Das Citymanagement bekommt am Samstag, 18. März, dem Tag, an dem Kaiserslautern sprichwörtlich wieder aufblüht, ein Büro am Stiftsplatz.
Hanno Scherer, der Chef des Citymanagements in Kaiserslautern, bezeichnete gestern gegenüber der RHEINPFALZ das Büro als wichtiges Instrument des Citymanagements. Es sei ein weiterer Schritt in der Entwicklung der Einrichtung. Das Citymanagement bekomme damit eine Präsenz vor Ort. Es könne nicht im hintersten Stübchen in der Stadtverwaltung angesiedelt sein, es müsse einen Platz vor Ort haben. Mit dem Büro entstehe eine Anlaufstelle für Menschen, die Ideen haben, wie die Innenstadt weiterentwickelt werden könne. Es gelte, die Innenstadt trotz der Digitalisierung liebenswert zu erhalten. Dazu brauche es Ideen und das Büro als Ansprechpartner. Scherer zitierte in diesem Zusammenhang eine Studie des Instituts für Handelsforschung Köln, wonach Ambiente und Flair in einer Innenstadt in der Bedeutung noch vor dem Handel rangieren. Scherer erklärte, bei der Weiterentwicklung und Gestaltung der Innenstadt auch auf die Ideen von Studenten zu setzen. Studenten seien unverbrauchte Menschen. Den jungen Leuten gehöre die Zukunft. „Wir brauchen eine psychologische Entwicklung“, erklärte der Chef des Citymanagements. Er erinnerte dabei auch daran, wies es mit Unterstützung des Citymanagements gelungen sei, im Unionsviertel ein Wir-Gefühl zu erzeugen. Scherer sagte, er werde die Leerstände in der Innenstadt nicht beseitigen können. Er müsse allerdings angesichts einer schwindenden Kundenfrequenz darauf hinarbeiten, dass keine weiteren Leerstände dazukommen. Es gehe darum, die inhabergeführten Geschäfte zu erhalten. Kaiserslautern könne stolz darauf sein, dass es im Gegensatz zu anderen Städten noch inhabergeführte Geschäfte besitze. „Wir müssen alle in einer schwierigen Situation zusammenstehen. Wir müssen der Stadt eine Identität geben. Wir müssen alle Ideen auf den Prüfstand stellen“, machte sich Scherer stark für die Weiterentwicklung der Innenstadt. Einmal mehr wies Scherer darauf hin, dass das Büro des Citymanagements keine Beschwerdestelle werden solle. Dafür sei das Beschwerdemanagement bei der Stadtverwaltung zuständig. Die Öffnungszeiten des Büros müssen noch festgelegt werden. Scherer selbst will an mindestens zwei Tagen im Büro sein. An einem Tag soll das Büro Stadtimpuls, das als Dienstleister für die Stadt im Zentrumsmanagement tätig ist, das Büro besetzen. An den Dienstagen, an denen Wochenmarkt ist, soll das Büro des Citymanagements in jedem Fall offen sein. EINWURF |rdz