Kaiserslautern Die europäische Idee im Theater

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„Neugier und Spannung“ sind die zwei Dinge, die Theater-Intendanten Urs Häberli derzeit laut eigener Aussage am stärksten umtreiben. Denn mit der heutigen Premiere von Richard Strauss’ Oper „Friedenstag“ beginnt die neue Spielsaison am Pfalztheater Kaiserslautern.

Das große Wort, das über der neuen Theatersaison schwebt, lautet „Europa“. „Wir haben ein Programm zusammengestellt, das sich in unterschiedlichsten Stücken mit der europäischen Idee beschäftigt“, fasst es Häberli zusammen. Auf verschiedenste Weise wollten die Künstler den europäischen Gedanken und seine Umsetzung hinterfragen. „Wir begehen ja in diesem Jahr den 200. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs.“ Anlässlich dieses für Deutschland bedeutsamen Datums wird das Pfalztheater das Stück „Die letzten Tage der Menschheit“ inszenieren. Premiere der „Tragödie“, die aus rund 200 Szenen besteht und als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg verstanden wird, soll dann am 31. Januar sein. Häberli: „Wir wollen mit der Inszenierung einige soziale und kulturelle Fragen aufwerfen.“ Als mindestens genauso bedeutend für Europa sieht der Kaiserslauterer Intendant den 30-jährigen Krieg, der die Kulisse für die heutige Premiere der Oper „Friedenstag“ bildet. Stolz ist Häberli darauf, dass die Strauss-Oper in diesem Jahr, das gleichzeitig den 150. Geburtstag des Komponisten markiert, nur in Kaiserslautern gespielt wird: „Wir sind die einzige Bühne Deutschlands, die diese Opern-Rarität zum Geburtstag von Richard Strauss aufführt.“ Und verspricht einige Überraschungen: „Es gibt einige sehr interessante szenische Interpretationen.“ Ebenfalls ein Thema werde der Fall der deutschen Mauer vor 25 Jahren sein, versichert Häberli weiter. Und Davide Carnevalis „Sweet Home Europa“ beleuchtet – ganz in der Tradition des modernen Theaters – europäische Problemthemen wie Migration oder Wir-Gefühl. (jmr)

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