Kanusport Deutsche Meisterschaft als Zugabe für fünf Kaiserslauterer Nachwuchs-Paddler

Fleißig: Nico Becker, Julius Kröner, Collin Schwarz, Jonas Jacob, Anton Ininger, Sophia Becker und Morgan Fox (von links) von de
Fleißig: Nico Becker, Julius Kröner, Collin Schwarz, Jonas Jacob, Anton Ininger, Sophia Becker und Morgan Fox (von links) von der Paddlergilde beim Trainingslager in Saarlouis. Anton Ininger und Nico Becker starten nicht in Köln, sind aber als Fans zur Unterstützung dabei.

Während andere Schüler die Ferien genossen, haben einige Jugendliche der Paddlergilde Kaiserslautern intensiv für die deutsche Meisterschaft trainiert. Die Ehrfurcht ist groß.

Wenn in der kommenden Woche die deutschen Meisterschaften im Kanu-Rennsport auf dem Fühlinger See in Köln starten, lassen auch fünf qualifizierte Nachwuchs-Kanuten der Paddlergilde Kaiserslautern ihre Boote zu Wasser. Sophia Becker und Morgan Fox gehen im Einer und Zweier über 500 Meter an den Start. Sie sind auch im Kanumehrkampf dabei und beweisen sich hier im 1000-Meter-Paddeln, einem Kanu-Sprint über 100 Meter mit fliegendem Start, Medizinballschocken, 30 Meter Laufsprint mit fliegendem Start und einem 1500-Meter-Lauf.

Im Einer und Zweier starten Collin Schwarz und Jonas Jacob. Das Team wird auch über die 2000-Meter- Langstrecke im Boot sitzen. Julius Kröner wird im Einer und über die 2000 Meter dabei sein.

Abstecher zur Weltmeisterschaft nach Duisburg

Die jungen Kanuten werden bereits ab dem Wochenende zusammen mit ihren Betreuern und Trainern in Köln sein. „Am Samstag findet ein Einfahren vor Ort statt, am Sonntag fahren wir gemeinsam zur WM im nahe gelegenen Duisburg, um die schnellsten Paddler der Welt live vor Ort anzufeuern“, erzählt Theresa Ungemach, Rennsportbeauftragte der Paddlergilde und Trainerin, dass vor der eigenen deutschen Meisterschaft noch ein Bonbon wartet. Am Montag trainiert die kleine Gruppe dann erneut, bevor es am Dienstag in die ersten Vorläufe geht. Am Sonntag, 3. September, setzt die DM mit der Langstrecke ihren Schlusspunkt.

Zwischen der Qualifikation zur DM, die Mitte Juli bei den süddeutschen Meisterschaften in München über die Bühne ging, und den Titelkämpfen jetzt waren eigentlich Schulferien und Freizeit angesagt. Zumindest für die meisten Schüler. Die jungen Paddler haben dagegen die Ferien geopfert, um sich in einem Ferienlager optimal vorzubereiten. Erst beim Training am Heimgewässer, dem Gelterswoog, dann ging es nach Saarlouis.

Ungemach: Freude über jeden kleinen Erfolg

„Dort sind die Trainingsbedingungen besser als bei uns, wo eine ausreichende Vorbereitung aufgrund des Wassermangels quasi nicht möglich ist“, sagt Theresa Ungemach und ist stolz darauf, dass gleich eine Fünfergruppe die Qualifikation zur DM überhaupt geschafft hat. Sie sieht den Start in Köln sozusagen als „Zugabe“, bei der alle noch mal ihre Bestleistung steigern wollen.

Außer Julius Kröner hat noch keiner der Gruppe eine DM erlebt. „Die Konkurrenz, insbesondere aus dem Osten Deutschlands, ist sehr groß. Da ist die Ehrfurcht groß, und wir freuen uns über jeden ,kleinen’ Erfolg, wie vielleicht beispielsweise das Erreichen eines Zwischenlaufs oder eine gute Platzierung im Kanumehrkampf“, sagt Ungemach. Die Rennsportbeauftragte der Paddlergilde sieht der DM daher entspannt und mit großer Vorfreude entgegen.

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