Kaiserslautern Detaillierte Pläne für Friedenshalle

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Die Stadtverwaltung hatte − wie berichtet − in einer Ausschreibung nach Interessenten gesucht, die die Kapelle mieten und innen sanieren. Darauf meldete sich nach RHEINPFALZ-Informationen der Verein Tai-Chi-Akademie. Der zweite Interessent ist die Volkshochschule, die zusammen mit dem Kulturreferat und der Zukunftsregion Westpfalz ein Konzept für ein „soziokulturelles Stadtteilzentrum Friedenshalle“ ausgearbeitet hat. Ziel des gemeinsamen Konzeptes, das der RHEINPFALZ vorliegt, sei es, eine öffentliche Kulturbegegnungsstätte zu errichten. Die Friedenshalle soll als multifunktionales Stadtteil-Kulturzentrum nutzbar gemacht werden und Aspekte der Integration berücksichtigen. Sie soll der kulturellen Bildung und kulturellen Projekten dienen. Die freie Szene sowie andere Einrichtungen in der Stadt und Anwohner sollen Zugriff auf die Nutzung erhalten. So soll die Sozialstruktur in dem Stadtteil verbessert werden, zumal sich die Lage der Friedenshalle in direkter Nähe zum Entwicklungsgebiet „Soziale Stadt Ost“ dazu anbiete. Das Gesamtkonzept gliedert sich in die drei Bestandteile Integration, Jugendkulturarbeit sowie Kulturbegegnungsstätte und Veranstaltungsort. Beim Stichwort Integration könnte sich die Volkshochschule als „mit Abstand größter Anbieter“ von Integrationskursen in Kaiserslautern einbringen. 190 Kurse zur Integration und im Fachbereich Deutsch als Fremdsprache werden momentan angeboten. Diese Zahlen würden von Jahr zu Jahr steigen, zumal die Integrationskurse demnächst für Flüchtlinge geöffnet werden sollen, die noch keinen Aufenthaltstitel haben. Auch Alphabetisierungskurse für Flüchtlinge müssten eingerichtet werden. Für all das würden neue Räume benötigt, denn die Kapazitäten im Weiterbildungszentrum in der Kanalstraße seien nahezu erschöpft. Auch in der Jugendkulturarbeit will sich die Volkshochschule noch stärker engagieren. Sie ist Träger der Jugendkunstschule und des Kooperationsprojekts Jugendkulturmeile, an dem das Kulturreferat, die Musikschule, das Stadtmuseum, die Stadtbibliothek, das Jugendzentrum, das Pfalztheater und das Museum Pfalzgalerie beteiligt sind. „Bisher war es nur schwer möglich, auch Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Stadtteilzentren zu erreichen“, wird in dem Konzept festgestellt. Daher sei es vorgesehen, in den Schulferien und nachmittags Kultur- und Bildungsangebote zu verankern. Dazu ließen sich Bundes- und Landesprogramme finanziell stärker nutzen. Kulturbegegnungsstätte und Veranstaltungsort soll die Friedenshalle ebenfalls werden: für kulturelle Angebote der Stadt und ihrer Kultureinrichtungen, für die des Bezirksverbands, für die Stadtteilarbeit und vor allem für die freie Szene, so wird weiter erläutert. Zur Umsetzung des Konzepts will die VHS eine halbe Stelle für einen Koordinator ausschreiben. Diese pädagogische Fachkraft soll unter anderem Drittmittel einwerben, die Angebote planen und das Gesamtkonzept weiterentwickeln. Die Zukunftsregion Westpfalz kann sich „sehr gut vorstellen, das Projekt finanziell zu unterstützen“. Die Friedenshalle soll auch an private Veranstalter vermietet werden. Voraussetzung für die Umsetzung des Konzepts ist die Sanierung der äußeren Gebäudehülle und der technischen Gebäudeausrüstung durch das Referat Gebäudewirtschaft. Der Verein für Baukultur und Stadtgestaltung könnte unter anderem die Kosten für die Innenrenovierung und die Finanzierung der Ausstattung übernehmen. Das hatte der Verein bereits mehrfach angeboten (wir berichteten). Die Tai-Chi-Akademie ist ein Verein zur Verbreitung der chinesischen Kampfkünste und ihren Traditionen. Die Pläne für die Friedenshalle sind bisher nicht bekannt. (ita)

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