Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Der Waldspielplatz am Vogelwoog wird abgerissen und neu aufgebaut

Vandalismus ist ein Problem am Spielplatz am Vogelwoog: Forstamtsmitarbeiter Michael Bajer (links) und Revierförster Benedikt Bu
Vandalismus ist ein Problem am Spielplatz am Vogelwoog: Forstamtsmitarbeiter Michael Bajer (links) und Revierförster Benedikt Buss erneuern die Absperrung an der zerstörten Burg.

Der in die Jahre gekommene Waldspielplatz am Vogelwoog wird neu gebaut. In diesem Jahr kann dort wahrscheinlich nicht mehr gespielt werden.

Es ist schon eine ganze Weile her, da war der am Vogelwoog gelegene Waldspielplatz „Fuchsbau“ meist fest in den Händen spielender Kinder. Burg, Klettergerüste, Rutschbahn, Schaukel und Wippen luden im Schatten alter Bäume zum Spielen ein. Dass nebenan das Café am Vogelwoog liegt, ist auch kein Nachteil – zumindest nicht für Eltern und Großeltern, deren Kinder oder Enkel sich auf dem rund 3500 Quadratmeter großen Areal austoben konnten.

Nicht nur Kinder, sondern allzu oft auch Vandalen haben sich auf dem Spielplatz ausgetobt. Das Forstamt Kaiserslautern, Besitzer des im Jahr 2000 eröffneten Spielareals, kam kaum noch mit Reparieren hinterher und hat sich auch aus weiteren Gründen für den kompletten Abriss der Geräte entschieden.

Abriss in den kommenden Tagen

„Wir haben selbst nicht die Kapazitäten, den in die Jahre gekommenen Spielplatz immer wieder in Stand zu setzen“, sagt Benedikt Buss. Der für den Spielplatz zuständige Revierförster erläutert, dass neben dem Vandalismus auch der Zahn der Zeit an den aus Holz gebauten Vorrichtungen genagt hat. In den zurückliegenden Jahren standen dem Forst zudem der Ökotrupp der Stadt sowie die Neue Arbeit Westpfalz bei der „Auffrischung“ des Spielplatzes zur Seite. Das ist Vergangenheit.

„Hinzu kommt: Die sicherheitsrelevanten Vorschriften sind in den letzten 25 Jahren strenger geworden“, berichtet Michael Bajer, der beim Forstamt für Waldinformation, Walderleben und Umweltbildung zuständig ist. Ein Abriss, der in den nächsten Tagen erfolgen wird, und ein Neubau durch einen professionellen Spielplatzbauer sei deshalb der einzig richtige Weg.

Spielplatzbauer gesucht

Wer diese Aufgabe übernimmt, was genau gebaut wird und wann endlich wieder Kinder auf dem Waldspielplatz spielen dürfen, steht noch nicht fest. Noch bis Mitte Juli läuft die Ausschreibung. Solange können Spielplatzbauer ihre Konzepte dem Forstamt vorlegen. Welche Spielgeräte letztendlich aufgestellt werden, ist offen. „Wir haben lediglich vorgegeben, dass es sich um natürliche Materialien handeln und sich das Thema Wald wiederfinden muss“, verweist Förster Buss auf die Ausschreibung. Eiche, Robinie und Edelkastanie sind die Hölzer, die zum Einsatz kommen sollen. Und ganz wichtig: Der Baumbestand auf dem Gelände gilt als weitgehend unantastbar.

Während andere Fragen noch offen sind, ist bereits klar: Der neue Waldspielplatz wird auf 2000 Quadratmeter verkleinert. Auch das hat laut Benedikt Buss seinen Grund. Der momentan vom Weg, von den Sitzmöglichkeiten und vom Café aus nicht einsehbare hintere Teilbereich ziehe Vandalen offensichtlich magisch an. Dieses Areal wird vom Forst mit Bäumen und Sträuchern wieder aufgeforstet.

Noch müssen sich die Kinder gedulden. Der Förster hofft auf eine Fertigstellung des Spielplatzes bis Ende des Jahres. Realistisch sei jedoch eine Eröffnung im Frühjahr 2027. Klappe es früher, sei das umso schöner.

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