Kampfsport
Der Gladiator demonstriert seine Stärke
Kaum hatte der Kampf begonnen, da war er auch schon vorbei. Patrick Vespaziani demonstrierte im BMW Park in München eindrucksvoll seine Stärke. Nach nicht einmal einer Minute gewann „Il Gladiatore“ den Käfigkampf gegen Jovan Zeljkovic und begeisterte das Publikum.
Bereits zum dritten Mal trat der Kaiserslauterer Kampfsportler der Mixed Martial Arts (MMA) in der bayerischen Hauptstadt an und siegte wieder furios. Die Stadt scheint ihn zu besonderen Leistungen zu animieren. Das bekam diesmal Zeljkovic zu spüren. Der Serbe, der mit der Empfehlung von fünf Siegen in Folge antrat, hatte sich seinen ersten Auftritt in München sicherlich anders vorgestellt. Doch gegen die Urgewalt des Gladiators war er machtlos.
Schläge prasseln nieder
Direkt nach dem Eröffnungsgong übernahm Patrick Vespaziani das Kommando in diesem Schwergewichtskampf; es gelang ihm schnell, Zeljkovic mit Schlägen aus dem Gleichgewicht zu bringen und ihn auf den Käfigboden zu werfen. Auch im Bodenkampf dominierte Vespaziani. Auf seinem Gegner sitzend, schlug er auf ihn ein. Viele heftige Schläge prasselten auf Zeljkovic nieder. Der Ringrichter erkannte die aussichtslose Lage des nicht mehr verteidigungsfähigen Serben. Nach 40 Sekunden beendete er den Kampf, und Patrick Vespaziani hatte den auf drei Runden à fünf Minuten angesetzten Kampf vorzeitig durch Technischen K.o. gewonnen. Sein fünfter Sieg als MMA-Fighter.
Der Gladiator ließ sich in der zum „Hexenkessel“ gewordenen Halle feiern, dachte aber auch im Moment des Triumphs an seinen Gegner. Er dankte Jovan Zeljkovic dafür, dass er sich kurzfristig bereit erklärt hatte, gegen ihn anzutreten. Eigentlich hätte der Lauterer im Cage gegen einen Franzosen kämpfen sollen, der aber wegen einer Verletzung passen musste. Wäre Zeljkovic nicht so mutig gewesen – der Gladiator hätte nicht kämpfen können und die lange und intensive Vorbereitung in der Frankfurter Kampfsportschule MMA Spirit wäre umsonst gewesen. „Jovan Zeljkovic hat Respekt verdient“, so Vespaziani.
Ziel ist ein Titelkampf
Nach dem spektakulären Blitzsieg ist die schon große Fan-Gemeinde des MMA-Kämpfers noch größer geworden. Der 33 Jahre alte, zwei Meter große Modellathlet, weiß, wie wichtig heutzutage das Erscheinungsbild und die Inszenierung ist. Das zeigte er auch in der Münchner Arena, wo er mit Gladiatorenhelm und zu den kraftvollen Klängen von Carmina Burana zum Käfig schritt.
Mit dem, was er dann dort zeigte, bekräftigte er seinen Anspruch, in absehbarer Zeit um einen Titel zu kämpfen. Das ist das große Ziel, das Patrick Vespaziani anspornt. Ob es damit schon in diesem Jahr klappt, das weiß er nicht. Aber einen Kampf wird er bestreiten, möglicherweise in Frankfurt, wo im vergangenen Jahr 59.000 Zuschauer zu einer MMA-Veranstaltung kamen.
Nach seinem Sieg in München ist aber erst einmal Erholung für den Gladiator angesagt. Er gönnt sich einige Tage Urlaub in Italien.