Kaiserslautern Dennis Don Kiy steigt wieder in den Ring
Acht Monate nach seinem Sieg über Andre Bunga steigt der Profiboxer Dennis Don Kiy wieder in den Ring. Heute (20 Uhr) bestreitet der Schwergewichtler in der Challenge-Club-Arena in Offenbach seinen neunten Profikampf gegen Milos Dovedan. Für den Schopper ist es ein Aufbaukampf im Hinblick auf den großen Kampfabend im November in Kaiserslautern, wo er seinen Titel als Internationaler Deutscher Meister gegen einen im Moment noch nicht feststehenden Herausforderer verteidigen muss.
Auch wenn der hünenhafte Preisboxer nach seinem schweren Gefecht gegen Andre Bunga eine wohlverdiente Kampfpause eingelegt hat, war er doch ständig im Training. Intensiviert hat der 25-Jährige sein Pensum vor gut vier Wochen. In Frankfurt bereitete er sich auf den Kampf gegen den Haudegen Dovedan vor. Dabei sparrte er mit Evgenios Lazaridis, einem griechischen Schwergewichtsboxer, der in Kaiserslautern kein Unbekannter ist. Boxte er doch vor gut zwei Jahren in der Fruchthalle gegen Mateusz Malujda und gewann auf überzeugende Weise. „Es war ein richtig hartes Box- und auch Lauftraining“, sagt Dennis Don Kiy, der mit großer Zuversicht dem auf sechs Runden angesetzten Kampf gegen Milos Dovedan entgegenblickt. „Ich weiß, wie ich ihn schlagen kann.“ Dass er am Samstag seinen Kontrahenten beherrschen und seiner makellosen Kampfbilanz den neunten Sieg hinzufügen dürfte, davon ist auszugehen. Der 36 Jahre alte Serbe verfügt zwar mit 32 Profikämpfen über viel Ringerfahrung, doch Kiy schlug ihn im Jahr 2014, in seinem damals dritten Profikampf, k.o. Den bisher härtesten Kampf in seiner Karriere, die er vor gut vier Jahren in der Challenge-Club-Arena mit einem K.-o.-Sieg über Radovan Kuca startete, bestritt Kiy im vorigen Oktober in der Fruchthalle gegen Andre Bunga. Da musste der „Viking Warrior“ über die volle Distanz von zehn Runden gehen, bis ihn die Kampfrichter zum Sieger erklärten. Damals stand die Kaiserslauterer Boxinstitution Enno Werle in Kiys Ecke und fungierte als Sekundant und Cutman. Da Werle am heutigen Samstag eine andere Verpflichtung hat, wird Manuel Faißt, Werles Sohn, in Offenbach diese Aufgabe übernehmen. Faißt war auch im Oktober bei den eindrucksvollen Kämpfen in der Fruchthalle mit von der Partie. Er bot dem Publikum einen spektakulären Kampf und holte sich mit seinem Sieg über Matti Schaffran den deutschen Meistertitel im Mittelgewicht. Da er an einer langwierigen Handverletzung laboriert, kann er selbst am Samstag nicht in den Ring steigen und muss sich auf die Rolle des Sekundanten beschränken. Zu den Kämpfern in der Challenge-Arena zählt aber der smarte Michael Seitz, der seit seinem Sieg gegen Matic Samastur im Oktober in Lautern erstmals wieder einen Gegner vor den Fäusten hat. Es ist der vierte Profikampf des Kaiserslauterers, der sich natürlich auch im November in seiner Heimatstadt im Ring präsentieren will. In der Fanhalle Nord des Fritz-Walter-Stadions wird der nächste große Kaiserslauterer Kampfabend über die Bühne gehen, mit dem Hauptkämpfer Dennis Don Kiy. „Auf der Herausfordererliste stehen zwei, drei Kandidaten“, sagt Frank Kiy, der Vater des Boxers und Promoter des Kampfabends. Wen sein Sohn im November vor die Fäuste bekommt, entscheidet, da es sich um eine Pflichtverteidigung handelt, der Bund Deutscher Berufsboxer. Schon im vergangenen Oktober veranstaltete Frank Kiy das Profiboxen in der Fruchthalle und führte damit eine Tradition fort. Ist doch die Barbarossastadt nicht nur eine Fußballstadt, sondern auch die Heimat großer Boxer. An erster Stelle ist hier der einstige Europameister im Schwergewicht, Karl Mildenberger, zu nennen. Boxen und Fußball, die beiden großen Traditionslinien der Sportstadt Kaiserslautern, kreuzen sich gewissermaßen, wenn Dennis Don Kiy seinen Titel auf dem Betzenberg verteidigt. Doch bevor es so weit ist, muss er erst einmal an diesem Samstag Milos Dovedan in Offenbach bezwingen – was er vorzeitig durch K. o. erledigen will.