Kaiserslautern „Den holen wir in Miesenbach noch ein“

789 Läufer machten sich auf die zehn Kilometer lange Strecke. Eine Vierergruppe setzte sich gleich mal vom Feld ab.
789 Läufer machten sich auf die zehn Kilometer lange Strecke. Eine Vierergruppe setzte sich gleich mal vom Feld ab.

Fast 800 Läufer gingen am Montag bei dem vom SV Kottweiler-Schwanden zum 46. Mal veranstalteten Silvester-Straßenlauf an den Start. Ein starkes Rennen lief auf dem zehn Kilometer langen Rundkurs Nico Fuchs (1. FC Kaiserslautern), der hinter dem überlegenen Sieger Sammy Schu (LTF Marpingen/32:43,62 Minuten) als Zweiter das Ziel erreichte.

Auch wenn er Sammy Schu nicht in Bedrängnis bringen konnte und über eine Minute nach dem Saarländer das Rennen beendete, war die Freude bei Nico Fuchs nach dem Zieleinlauf doch groß. Zu Recht. War er doch bei seiner Silvesterlauf-Premiere mit einer Zeit von 33:51,48 Minuten gleich auf einen Treppchenplatz gelaufen. Dass der 23-Jährige sich für dieses Rennen einiges vorgenommen hatte, zeigte er gleich nach dem Start. Da gehörte er zusammen mit Schu, Tom Holzmann (LLG Wonnegau) und Maximilian Kries (LLG Landstuhl) zu einer Vierergruppe, die sich schnell vom Feld absetzte. Das Quartett blieb dann auch bis Steinwenden zusammen. Bei der ersten Steigung zwischen Steinwenden und Ramstein konnten Fuchs und Kries das Tempo von Schu nicht mehr mitgehen und mussten abreißen lassen. Der Saarländer stürmte davon, verfolgt von Holzmann, der aber auch nicht Schritt halten konnte. Nach den ersten fünf Kilometern war klar, dass der keine Schwäche zeigende Sammy Schu einem überlegenen Sieg entgegenlaufen würde. Platz zwei schien an Holzmann zu gehen, der da noch einen deutlichen Vorsprung vor seinen Verfolgern Fuchs und Kries hatte. Doch die beiden wollten sich nicht mit Platz drei und vier zufriedengeben. „Den holen wir in Miesenbach noch ein.“ So hätten Kries und er sich, so Fuchs später, für die Aufholjagd motiviert. Und tatsächlich zog Fuchs auf der ansteigenden Passage am Ortsausgang von Miesenbach an Holzmann vorbei und beendete als glücklicher Zweiter das Rennen. Was ihm gelang, schaffte Kries nicht. Der Läufer der LLG Landstuhl verfehlte einen Podiumsplatz. Nach 34:20,02 Minuten überquerte er hinter Holzmann als Vierter die Ziellinie. Die beiden FCK-Läufer Niko Dickheuer und Jonas Janzer erreichten in der Gesamtwertung den siebten beziehungsweise achten Platz. Zu den Top-Ten-Läufern gehörte auch der Steinwendener David Max; in seiner Altersklasse (AK) M40 sicherte er sich den ersten Platz. Ebenfalls ganz oben auf dem Podium stand Sebastian Pielbusch (1. FCK). Mit 37:51,26 Minuten war er der Schnellste in der AK M35. Zu den 37 Läufern, die unter 40 Minuten blieben, gehörte auch Ralf Schwarm (38:44,50). Der für den TV Rodenbach Startende wurde Zweiter im Wettbewerb der M45. Dieselbe Platzierung schaffte Markus Braband (1. FCK) bei den M50. Und auch Freddy Kolb (Der Laufladen) sicherte sich einen Treppchenplatz; er belegte in der M55-Konkurrenz Platz drei. Die Farben der TSG Kaiserslautern vertrat in der AK M60 Alois Berg, der auf den dritten Platz lief. Zweiter wurde bei den M65 Karl Reske (Barbarossabiker), und die beiden M70-Läufer der LLG Landstuhl, Walter Lang und Alfred Pfeiffer, sicherten sich den ersten beziehungsweise dritten Platz. In der Jugendklasse U16 holte sich der Lokalmatador Elias Lenhart vor den beiden Nachwuchsläufern des SV Steinwenden, Moritz und Leon Schmitt, den Sieg. Auf den ersten Platz in der U20-Konkurrenz lief Clemens Balzulat (TuS Otterbach) und Anton Henkel (1. FCK) auf den zweiten. Auch in den Altersklassen-Wettbewerben der Frauen vermochten Läuferinnen aus der Stadt und dem Kreis Kaiserslautern mit guten Platzierungen auf sich aufmerksam zu machen. So belegte die Dritte in der Gesamtwertung der Frauen, Katja Bambach (LLG Landstuhl), vor ihrer Klubkameradin Ribana Bauser Platz eins in der AK W45. Obgleich sie sich in dieser AK mit dem undankbaren vierten Platz begnügen musste, zeigte sich Silke Schirra (Bodymed Ramstein) nicht enttäuscht. „Ich bin unter 45 Minuten geblieben und zufrieden“, sagte die Miesenbacherin. Auch Nicole Kneller, für die es nach zwei Jahren am Montag der erste Wettkampf war, zog ein positives Resümee: „Es hat Spaß gemacht“, sagte die FCK-Läuferin, die zusammen mit ihrer Nichte Karolina Kneller (HTC Neunkirchen) ins Ziel lief. Beide konnten sich über Treppchenplätze freuen. So wurde Nicole Kneller Dritte in der W40- und Karolina Erste in der U20-Konkurrenz, in der Anna Kassel (SV Kottweiler-Schwanden) und Elena Dreher (TSG Kaiserslautern) die Plätze zwei beziehungsweise drei belegten. Mit 45:44,74 Minuten war die Kaiserslautererin Jutta Eckhard die schnellste W50-Läuferin. Jeweils den zweiten Platz sicherten sich Jannika Christmann (SV Steinwenden/W20), Katherina Neblung (LLG Landstuhl/W35), Sandra Höbel-Fitting (Bodymed Ramstein/W55) und Lena Wilhelm (Hütschenhausen/U16). Auch wenn sich mit insgesamt 789 Silvesterläufern die Erwartungen des SV Kottweiler-Schwanden – man hatte mit über 800 Startern gerechnet – nicht erfüllten, zog der Vorsitzende Christopher Völker doch eine positive Bilanz. „Es war ein guter Lauf“, sagte der 31-Jährige und dankte den über 100 ehrenamtlichen Helfern, der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach, der Polizeiinspektion Landstuhl und dem DAK Miesenbach/Steinwenden für ihre Unterstützung. Sport

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