Kaiserslautern Dem Meister lange Paroli geboten

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Trotz einer über weite Phasen bärenstarken Leistung war für die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs am Montagabend beim alten und wohl auch neuen Meister nichts zu holen.

Bis in die zweite Hälfte hinein dominierte der KSK die Begegnung beim SC Neustadt II, zog letztendlich aber mit 8:11 (5:3/2:3/1:2/0:3) den Kürzeren. Allerdings könnte es im wahrsten Sinne ein Nachspiel geben: Die Krokodile erwägen, gegen die Wertung der Partie Einspruch einzulegen. Ausschlaggebend dafür ist eine aus Sicht der Lauterer nicht den Regeln entsprechend ausgelegte Situation Mitte des dritten Viertels: Spielertrainer Stefan Raspudic – schon früh mit zwei Hinausstellungen bedacht – quittierte seinen dritten Ausschluss und verließ das Wasser nicht durch die Wechselzone, sondern leicht seitlich daneben. Nachdem die Krokodile das Unterzahlspiel unbeschadet überstanden hatten, mussten sie demnach trotzdem mit einem Mann weniger weiterspielen, was soweit zwar eine harte, aber korrekte Entscheidung der Unparteiischen darstellte. Danach lagen diese allerdings aus KSK-Sicht falsch, als die Lauterer auch bei einer Auszeit ihr Team nicht komplettieren durften, sondern „bis zum nächsten Torerfolg oder bis zur Pause“ warten mussten. Die Folge war eine knapp vierminütige Unterzahl für die Krokodile, die es zwar lange schafften, die Gastgeber am Torerfolg zu hindern, aber eben – trotz guter Möglichkeiten – auch selbst nicht erfolgreich waren. Der Treffer, der den KSK wieder auf volle Mannschaftsstärke brachte, war dann ausgerechnet das 8:7 für Neustadt, die erstmalige Führung der Hausherren. Zuvor waren die Krokodile grandios in die Partie gestartet und hatten durch einen Doppelpack von Dirk Feddeck schnell mit 2:0 geführt. Die mit einer ordentlichen Mischung aus Nachwuchstalenten und erfahrenen Spielern wie Ex-Bundesligaspieler Stefan Ehrenklau angetretenen Gastgeber wurden vom KSK förmlich überrumpelt und mussten nach dem Anschluss zwei weitere Treffer von Lauterns Goalgetter Dirk Feddeck hinnehmen. Wenig später war es dann sein Bruder Ulf, der in Überzahl für die 5:3-Führung der Krokodile zur ersten Pause sorgte. Mitte des zweiten Viertels hatten sich die Lauterer einen Drei-Tore-Vorsprung herausgespielt (7:4/Stefan Stranz und Dirk Feddeck), und sie hätten noch deutlicher führen können. Doch so langsam war der Meister warmgespielt, und Ehrenklau sorgte mit einem nur durch die Viertelpause unterbrochenen Hattrick für das 7:7. Kurz nachdem der an diesem Tag glänzend aufgelegte Lauterer Torhüter Frank Dick einen Fünfmeter des SCN II entschärfen konnte, war es dann die eingangs beschriebene Unterzahl, die die Krokodile ausbremste. Dirk Feddeck erzielte zwar 30 Sekunden vor der Viertelpause noch das 8:8, doch es sollte das letzte Tor des KSK gewesen sein. Am Ende wurde der KSK mit 8:11 unter Wert geschlagen. Lässt man eine mögliche Entscheidung am grünen Tisch außer Acht, kann an der Weinstraße die Meisterschaft im Prinzip schon gefeiert werden. Die Lauterer, denen Spielertrainer Raspudic eine Top Leistung bescheinigte, während er sich selbst über seinen Fauxpas am meisten ärgerte, werden hingegen wohl mit Bronze Vorlieb nehmen müssen. (sts) So spielten sie Kaiserslauterer SK: Frank Dick (Tor), Ulf Feddeck (1 Treffer), Attila Chouchan, Stefan Raspudic, Melanie Keller, Johannes Bröhl, Karsten Schöniger, Stefan Stranz (1), Victor Morenas del Pozo, Anita Raspudic, Dirk Feddeck (6)

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