Kaiserslautern Dasselbe wie letzte Woche

Zum zweiten Mal innerhalb von acht Tagen waren die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs beim SV Friedrichsthal erfolgreich. Beim diesmal recht deutlichen 11:5 (2:2/6:1/2:0/1:2) brachte ein souveränes zweites Viertel schon früh die Vorentscheidung zu Gunsten der Krokodile, die damit in dieser Saison als einzige Mannschaft beide Punkte aus dem Saarland entführen konnten.
Gleich drei Spieler fehlten Lauterns Coach Phil Lane im Vergleich zur Vorwoche, darunter mit dem erkrankten Wasserballwart Stefan Raspudic eine der zentralen Figuren. Auf der anderen Seite musste Friedrichsthal auf seinen ebenfalls erkrankten Torhüter Paul Kintzel verzichten, konnte allerdings im Gegensatz zum nur neun Akteure umfassenden Kader des KSK die Ersatzbank komplett füllen. Das 1:0 fiel beim ersten Angriff des SVF. Diesmal hielten die Krokodile allerdings besser dagegen als im Pokal, ließen den Gegner nicht davonziehen, sondern gingen durch einen Doppelpack von Frederik Ramthun nach knapp drei Minuten in Führung. Erst zwölf Sekunden vor der ersten Pause fiel der nächste Treffer – der 2:2-Ausgleich für die Gastgeber. Auch nach dem Lauterer 3:2 durch Stefan Stranz schloss Friedrichsthal wieder auf, ehe die stärkste Phase des KSK begann: Dank der fast perfekt funktionierenden Doppeldeckung ließ er fast 18 Minuten lang keinen Gegentreffer mehr zu, und im Angriff klappte so gut wie alles. Vor allem mit Schnellangriffen waren die Krokodile immer wieder erfolgreich und zogen dank eines Hattricks von Frederik Ramthun (davon ein Strafwurf) und eines Doppelpacks von Dirk Feddeck bis zum Seitenwechsel auf 8:3 fort. Dem für die zweite Halbzeit erwarteten Ansturm des SVF nahm die engmaschige Lauterer Verteidigung schon früh den Wind aus den Segeln, und auch wenn der KSK etliche Großchancen ausließ, blieb er spielbestimmend. Der dritte Abschnitt endete durch zwei Treffer von Dirk Feddeck analog zur Vorwoche mit 2:0 für die Lauterer, die diesmal mit einem Überzahltreffer bei drei Versuchen eine akzeptable Quote bei Hinausstellungen des Gegners verbuchen konnten. Beim Stand von 10:3 für die Krokodile war die Partie bereits vor den letzten acht Minuten entschieden, und so fiel es nicht weiter ins Gewicht, dass der KSK nun einen Gang zurückschalten musste, da das intensive Spiel ordentlich Kraft gekostet hatte. Frederik Ramthuns sechster Treffer brachte zwar zwischenzeitlich das 11:3, letztendlich konnte der SVF aber das Schlussviertel mit 2:1 für sich entscheiden und auf 5:11 verkürzen. Die Enttäuschung beim Gastgeber war groß. Schließlich hatte er im letzten Heimspiel tatsächlich die erste Niederlage einstecken müssen. Auf der anderen Seite zeigte sich Phil Lane erstmals seit seinem Amtsantritt vollends zufrieden mit seinem Team, dem er vor allem angesichts der schmalen Besetzung diese Leistung wohl selbst nicht zugetraut hätte. Mit 7:5 Punkten rücken die Krokodile vorübergehend auf Rang drei hinter Neustadt (15:3) und Friedrichsthal (10:6) und haben schon am kommenden Sonntag, 19 Uhr, die Chance, diesen Platz zu festigen, wenn sie das Tabellenschlusslicht SV Neunkirchen zum kombinierten Liga- und Pokalspiel im Monte Mare erwarten. So spielten sie Kaiserslauterer SK: Frank Dick (Tor), Ulf Feddeck, Melanie Keller, Jens Feddeck, Alex Lane, Stefan Stranz (1 Treffer), Anita Raspudic, Frederik Ramthun (6), Dirk Feddeck (4).