Kaiserslautern „Das wird kein Selbstläufer“

Einer der Rohdiamanten des TuS Dansenberg: Marc-Robin Eisel, hier gegen Florian Taafel von der TGS Pforzheim.
Einer der Rohdiamanten des TuS Dansenberg: Marc-Robin Eisel, hier gegen Florian Taafel von der TGS Pforzheim.

Am letzten Hinrundenspieltag der Dritten Handball-Bundesliga Süd erwartet der TuS Dansenberg am Samstag (20 Uhr) den vom Abstieg bedrohten TSV Neuhausen/Filder. „Neuhausen ist deutlich besser, als es der Tabellenstand aussagt. Das wird kein Selbstläufer“, warnt Trainer Marco Sliwa.

„Wir können mit dem Verlauf der Hinrunde sehr zufrieden sein“, findet Dansenbergs Trainer, dessen Team mit einer Bilanz von acht Siegen bei vier Niederlagen und zwei Unentschieden punktgleich mit dem TSB Heilbronn-Horkheim und dem TuS Fürstenfeldbruck (18:10) Rang fünf belegt. Der Rückstand auf den Tabellendritten TGS Pforzheim (19:9) beträgt nur einen Punkt. Spitzenreiter HSG Konstanz (26:4) ist bereits enteilt und hat ein Spiel mehr absolviert als Verfolger HBW Balingen-Weilstetten II (22:6). Vor der Winterpause stehen insgesamt noch drei Spiele für die vom Verletzungspech geplagten Dansenberger auf dem Programm. Zum Rückrundenauftakt gibt am 15. Dezember um 20 Uhr der amtierende Meister SV Salamander Kornwestheim seine Visitenkarte in der Layenberger-Sporthalle ab. Zum Abschluss des Jahres hält der Spielplan mit dem Westpfalz-Derby bei der VTZ Saarpfalz aus Zweibrücken noch ein absolutes Schmankerl für die Fans der beiden Rivalen bereit. In diesen Spielen werden die Schwarz-Weißen ohne ihre beiden an der Schulter verletzten Rückraum-Asse Loic Laurent und Robin Egelhof auskommen müssen, Jan Claussen und Sebastian Bösing sind angeschlagen. „Für mich als Trainer ist diese Situation unbefriedigend, darunter leidet auch die Trainingsqualität. Dass Claussen trotz seiner Schmerzen im Fuß gegen den TV Willstätt ein überragendes Spiel gemacht hat, ist ihm hoch anzurechnen“, betont Marco Sliwa. Nach zwei sieglosen Heimspielen in Folge scheinen die vom Abstieg bedrohten Gäste zum idealen Zeitpunkt zu kommen. „Vom Papier her denken viele, dass wir Neuhausen weghauen, aber das wird ein hartes Stück Arbeit. Neuhausen ist sehr unangenehm zu spielen. Ein gefährlicher Gegner, der ein hohes Tempo geht. Sie haben viele Wechselmöglichkeiten, es bringt daher nichts, sich auf zwei oder drei Schlüsselspieler einzustellen. Gegen Konstanz haben sie zuletzt eine sehr gute Leitung gezeigt, das wird kein Selbstläufer“, warnt der Trainer. Die Schwaben liegen punktgleich mit dem TV Willstätt (beide 6:12) auf einem Abstiegsplatz. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt zwei Punkte. Ihren bislang letzten Punktgewinn verbuchte die Mannschaft von Trainer Eckard Nothdurft beim 29:29 gegen den TVS Baden-Baden. Seither setzte es fünf Pleiten in Folge. Gegen die offensive 5:1-Deckung der Gäste gilt es, kreative Lösungen zu finden. Mittelmann Marc-Robin Eisel, der nach dem Ausfall von Laurent wieder mehr Verantwortung übernehmen darf, hat bereits gezeigt, dass auf ihn Verlass ist. Beim jüngsten 28:22-Erfolg in Willstätt war der jungen Mann neben dem zehnfachen Torschützen Claussen einer der auffälligsten Akteure auf dem Feld. Eisel, der bis zum Ende der vergangenen Spielzeit noch mit einem Doppelspielrecht für die A-Jugend-Bundesligamannschaft des SV 64 Zweibrücken ausgestattet war, ist hochtalentiert. Diesen Rohdiamanten zu schleifen, ist Aufgabe des Trainers. Dass Sliwa ein gutes Händchen im Umgang mit Talenten hat, beweist die rasante Entwicklung der beiden Eigengewächse Luca Munzinger und Alexander Schulze, die beide bislang eine gute Runde spielen.

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