Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Das Luxusproblem mit den Torhütern

Fällt mit Schienbeinkopfbruch aus: Steinwendens Torhüter Jannik Even.
Fällt mit Schienbeinkopfbruch aus: Steinwendens Torhüter Jannik Even.

Der SV Steinwenden will im Auswärtsspiel am Sonntag, 15.30 Uhr, beim FC Bienwald Kandel seinen akuten Negativlauf in der Verbandsliga stoppen. Nach zwei deutlichen Niederlagen droht der SVS seinen hart erarbeiteten Vorsprung auf die Abstiegsplätze zu verspielen.

Die beiden letzten Niederlagen taten dem SV Steinwenden richtig weh. Nicht nur die zehn Gegentore in zwei Spielen, sondern auch die Art und Weise des Zustandekommens bereiteten dem Trainer des SVS, Daniel Meisenheimer, Sorgen. „Das bleibt schon auch unter der Woche in den Kleidern hängen und ist nicht so leicht wegzustecken. Wenn man in zwei Spielen so viele Geschenke verteilt und vorne so viele Chancen nicht nutzt, tut das weh“, blickt er zurück auf die Niederlagen.

Dass der Gegner momentan etwas im Aufwind ist und unter dem neuen Coach Marc Staiger seit dem Trainerwechsel nun fünf Spiele lang ohne Niederlage ist, macht die Situation nicht einfacher. Gewonnen hat der FC davon zwar nur ein Spiel gegen Fußgönheim, aber beim 1:1 in Pirmasens und beim 2:2 in Idar-Oberstein nahm Kandel auswärts jeweils einen überraschenden Punkt mit.

Meisenheimers Warnung

„Ich erwarte gegen Kandel ein noch körperbetonteres Spiel als zuletzt. Der FC ist ein ungemütlicher, physisch starker Gegner, und wir müssen von Anfang an massiv dagegenhalten und nicht noch mal die gleichen Fehler produzieren wie zuletzt“, warnt Meisenheimer. Dabei dürfe man den Gegner nicht auf seine Physis reduzieren. Kandel verfüge über individuelle Qualität im Kader und durchaus auch über spielerische Stärke.

Verzichten muss der SVS am Sonntag auf beide bisher in der Saison eingesetzten Torhüter. Jannik Even wird nach seiner Verletzung aus dem Rüssingen-Spiel noch lange fehlen. „Die Diagnose lautet Schienbeinkopfbruch. Für mich heißt das, ein paar Wochen komplett aussetzen und dann ganz langsam neu anzufangen. Es ist total bitter, von draußen zuschauen zu müssen“, beschreibt Even seine Gefühlslage. Sein Vertreter Roberto Bana fehlt nach seiner Notbremse aus dem letzten Heimspiel in Kandel wegen Sperre ebenfalls. Doch diese Situation bereitet Meisenheimer kein Kopfzerbrechen. „Wir haben das Luxusproblem, dass wir mit vier gleich starken Torhütern in die Runde gegangen sind. Joshua Purket hat ebenfalls unser volles Vertrauen. Unser Nachwuchstalent Mika Pfeiffer hat nach langer Verletzungspause in der zweiten Mannschaft Spielpraxis gesammelt und wird in Kandel auf der Bank sitzen“, sieht er kein Handicap für das kommende Spiel.

Rückblende

Wie in der vergangenen Saison erwartet Meisenheimer auch diesmal ein ganz enges Spiel. Der SVS musste nach Führung durch Daniel Bender in Kandel in der Nachspielzeit noch den Ausgleichstreffer durch den wuchtigen Kandeler Stürmer Maximilian Krämer hinnehmen. Im Heimspiel verdarb der FC dem SVS die vorzeitige Nichtabstiegsparty, als ebenfalls Krämer und Renaldo Balasa nach der Pause die frühe Steinwendener Führung durch Sebastian Schäfer noch drehten.

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