Kaiserslautern Das letzte Wort hat Slevogt

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Max Slevogts

Dass es einen Berliner Impressionismus gibt, ist ausgemacht. Ihn mit der 1898 gegründeten Berliner Secession kurzzuschließen, verbietet sich. Nicht alle Maler des elitären Zirkels passen unter dieses Etikett - Heinrich Zille und Käthe Kollwitz sind nur zwei Beispiele. Wohl aber die Protagonisten des gegen die Kunstpolitik Kaiser Wilhelms Stellung beziehenden Aufbruchs: Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth.

Letztere waren 1901 nach Berlin gezogen. Denn hier - und nicht mehr in München - spielte die Musik, hier gab es mit dem Galeristen Paul Cassirer, zugleich Sekretär der Secession, einen geschäftstüchtigen Kunsthändler und in Hugo von Tschudi, damals Direktor der Nationalgalerie, einen entschiedenen Parteigänger der - französischen - Impressionisten. Wie allen Sezessionen war auch der Berliner keine ewige Dauer beschieden. Sie blühte um die Jahrhundertwende, schwächelte gegen Ende des ersten Jahrzehnts und war so gegen 1914 am Ende. Aus dieser Zeit stammen grosso modo die 64 Berliner Bilder, von denen man die meisten schon 2006/2007 auf der Ludwigshöhe gesehen hatte, will sagen: Das gegenwärtige Gastspiel ist die fast identische Wiederauflage seines Vorgängers; mal abgesehen von den ausgetauschten Vorworten der Nationalgalerie-Direktoren, Peter-Klaus Schuster damals, Udo Kittelmann heute.

Da es aber kein Fehler ist, gute Dinge zweimal zu zeigen, soll an dieser flankierenden Maßnahme zur großen Mainzer Slevogt-Ausstellung im Mai nicht genörgelt werden. Es sind, dies vorab, viele qualitätvolle Bilder zu sehen. Die 20 Jahre verspätete Auseinandersetzung mit dem französischen Vorbild ist zwar mit Händen zu greifen, doch bleibt das Ergebnis durchaus eigenständig, auch nüchterner. Mehr Weltanschauung, weniger Richtung. Und alles andere als revolutionär.

Kein Schatten scheint die Welt dieser Maler zu trüben. Das Leben: ein ewiger Feiertag, die sozialen Spannungen der Zeit sind ausgeblendet. In der Berliner Secession sammelte sich alles, was nicht in der akademischen Stickluft verharrte, auf Plein-air-Malerei setzte, keinen abrufbaren Stil ausbildete, wohl aber interessante, mehr oder weniger unabhängige Positionen. Die Ausstellung gliedert ihr Material in die Themen

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