Kaiserslautern Das Lehmann-Comeback

Placeholder-Image

Am Donnerstagabend fuhren die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs nach einem holprigem Start den ersten Sieg der Oberliga-Saison ein. Beim 14:4 (2:1/4:3/4:0/4:0) gegen den SV Neunkirchen war erneut die schwache Chancenauswertung ein Grund dafür, dass die Partie so lange auf des Messers Schneide stand.

Stammtorhüter Frank Dick krank, mit Johannes Bröhl der potenzielle Ersatz ebenfalls nicht an Bord: Die Lauterer mussten zwischen den Pfosten improvisieren. Und sie fanden eine mehr als adäquate Lösung in den eigenen Reihen: Nach ein wenig Bedenkzeit erklärte sich Helmut Lehmann bereit, nach über sechs Jahren Wettkampf-Pause doch noch einmal die Kappe für die Krokodile zu schnüren und die Position einzunehmen, die er bis in die Neunziger beim KSK und Mitte der Achtziger für den SC Neustadt in der Bundesliga bekleidet hatte. Dass ihr Oldie, der zuletzt das Bahnen-Ziehen dem Spiel mit dem Ball vorgezogen hatte, nichts verlernt hat, bekamen die Lauterer schon im Abschlusstraining zu spüren. Im Spiel durften sich dann die Neunkirchener davon überzeugen, dass der Routinier, der tags zuvor seinen 61. Geburtstag gefeiert hatte, eine Größe im Tor ist. Allerdings benötigte es einer gewissen Anlaufzeit, bis alle Rädchen beim KSK-Team ineinandergriffen und sich die miserable Chancenverwertung der Krokodile besserte. Drei Pfosten- und Lattentreffer standen alleine im ersten Viertel zu Buche – mindestens genauso oft hatte der KSK knapp am Gehäuse vorbeigezielt. Die Lauterer schwammen bis in die sechste Minute einem Rückstand hinterher, ehe Frederik Ramthun und Dirk Feddeck mit einem Doppelschlag die 2:1-Führung zur ersten Pause sicherstellten. Im zweiten Viertel trafen Dirk Feddeck, Stefan Raspudic (2) und Stefan Stranz, doch kamen die Krokodile mit der von Trainer Phil Lane angeordneten Pressdeckung zunächst nicht zurecht. „Mehr Konzentration und schnelleres Umschalten aus der Abwehr in den Angriff“, wünschte sich Phil Lane von seinem Team, das 16 Sekunden später durch einen von Dirk Feddeck verwandelten Strafwurf mit 7:4 in Führung ging. Nach dem 8:4 durch Stefan Raspudic begannen die Gastgeber zu resignieren. Zwei weitere Treffer durch Stefan Göde und Dirk Feddeck sowie das erste Shutout-Viertel für Helmut Lehmann brachten bis zur letzten Pause einen 10:4-Vorsprung. Im Schlussabschnitt traf der KSK viermal, und insbesondere ein bilderbuchmäßig vorgetragener und durch Melanie Keller zum 11:4 abgeschlossener Konter erhellte die Miene des Lauterer Coaches. Dirk Feddeck erzielte seine Tore fünf und sechs und bereitete den Schlusspunkt zum 14:4 durch Stefan Stranz vor. Und Lehmann musste sich noch einige Male auszeichnen. Er blieb letztendlich über 17 Minuten am Stück ohne Gegentreffer. Mit 3:1 Punkten rücken die Lauterer auf Rang vier der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar vor und haben jetzt knapp zwei Wochen Pause. Am 22. Februar müssen sie dann beim Sechsten WSV Vorwärts Ludwigshafen III ran. So spielten sie Kaiserslauterer SK: Helmut Lehmann (Tor), Ulf Feddeck, Attila Chouchan, Stefan Raspudic (3 Treffer), Melanie Keller (1), Stefan Göde (1), Youssef Chaouachi, Alex Lane, Stefan Stranz (2), Anita Raspudic, Frederik Ramthun (1), Dirk Feddeck (6). |sts

x