Kaiserslautern „Darm ist Hauptsitz unseres Immunsystems“

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Mittelbrunn. „Der Darm, seine Funktionen und seine Auswirkung auf unsere Gesundheit“ – über dieses Thema referiert die Ernährungsberaterin und Ayurveda-Therapeutin Gisela Dennerlein aus Blieskastel am Mittwoch, 16. März, beim „Frühstück mit Vortrag“ des Landfrauenvereins der Verbandsgemeinde Landstuhl. Unserer Mitarbeiterin Friederike Jung hat sie schon jetzt im Interview verraten, was den Darm gesund hält.

Frau Dennerlein, weshalb ist das Thema Darm für Sie besonders wichtig?

Der Darm hat vielfältige Aufgaben. Er spielt eine große Rolle im Stoffwechsel, ist Hauptsitz unseres Immunsystems, Sitz der Intuition und beeinflusst unser Gefühlsleben. In ihm haben Krankheiten oft ihre Ursachen. Über den Darm kann man Einfluss auf Erkrankungen nehmen, die im Verdauungssystem wurzeln. Aus welchem Grund wird der Darm oft als Zentrum der Gesundheit bezeichnet? Das Verdauungssystem dient dazu, die Nahrung mittels eines geschickten Zusammenspiels der verschiedenen Organe zu zerlegen, zu verwerten und in Bausteine für die Zellen umzuwandeln. Diese Steuerung erfolgt über den Darm. Je besser er seiner Arbeit nachkommen kann, desto mehr trägt er zum Wohlbefinden bei. Wodurch können seine Funktionen beeinträchtigt werden? Ein Faktor ist die Ernährung. Sie sollte abgestimmt sein auf die Konstitution, Tages- und Jahreszeit, die eine Auswirkung auf unsere Verdauung haben. Wer auf Dauer zu viel und zu einseitig isst, riskiert Darmprobleme. Deshalb ist es wichtig, auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche Kost zu achten, die Kohlenhydrate, Eiweiß und gute Fette enthält und reich an Mineralstoffen und Vitaminen ist. Ebenfalls wichtig ist es, genügend zu trinken, denn Flüssigkeit dient als Lösungs- und Transportmittel und sorgt dafür, dass die Nährstoffe und Giftstoffe transportiert werden können. Auch das Essverhalten beeinflusst die Verdauung. Schnelles Hinunterschlingen belastet den Darm. Die Verdauung beginnt bereits im Mund, ausgiebiges Kauen ist daher von Bedeutung. Vermeiden sollte man spätes Essen, denn nachts ist die Verdauungsfunktion heruntergefahren. Als Folge können sich unverdaute Stoffwechselendprodukte bilden, die den Darm belasten. Weitere Risikofaktoren für die Darmgesundheit sind Medikamente, Alkohol, Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel. Sie haben gesagt, dass einige Erkrankungen im Verdauungssystem wurzeln. Welche Krankheiten können denn vom Darm ausgehen? Es gibt Darmverstopfungen, andererseits entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis und Morbus Crohn, die mit Durchfall verbunden sind. Stark zugenommen haben Unverträglichkeiten von Gluten, Milchzucker, Fruktose oder Laktose. Bei einer gestörten Darmflora kann es zu Parasitenbefall kommen. Aber auch Allergien wie Heuschnupfen stehen im Zusammenhang mit dem Darm. Wie lässt sich die Darmgesundheit erhalten? Durch Darmpflege, die entsprechende Ernährung und auch Darmreinigung beinhaltet. Dazu gehören Darmeinläufe, Darmmassage oder feuchte Wickel. Die Ernährung sollte ballaststoffreich sein, Futter für die Darmflora ist etwa Inulin, das sich in Topinambur findet. Weiterhin sollte sie präbiotische Nahrungsmittel beinhalten. Dazu gehören Gemüse mit Bitterstoffen wie Kohl, Artischocken, Lauch, Mangold, Spinat, Chicorée, Topinambur. Aber auch Probiotika wie Naturjoghurt oder Brottrunk, die gesunde Milchsäurebakterien enthalten, gehören auf den Speisezettel. Generell hilft eine Stuhlanalyse dabei, die Ursachen für die Darmprobleme herauszufinden. Termin Das Frühstück mit Vortrag findet am Mittwoch, 16. März, um 10 Uhr im Gemeinschaftshaus Mittelbrunn statt. Anmeldungen werden noch bis Freitag, 11. März, von Eva Hemmer, Telefon 06371 2256, entgegengenommen.

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