Kaiserslautern Dann explodiert die Halle

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Die Tischtennis-Herren der TSG Kaiserslautern landeten gleich zum Auftakt der Regionalliga-Saison einen Überraschungscoup und gewannen vor eigenem Publikum mit 9:6 gegen den SC Staig.

Pünktlich zum Saisonauftakt konnte die TSG in Halle 1 auf dem Vereinsgelände umziehen, gute Spielbedingungen durch ausgezeichnete Lichtverhältnisse sowie der Bodenbelag machen diese zum „perfekten Ort für Tischtennis“, schwärmte Mannschaftsführer Christian Stofleth von der neuen Spielstätte. Gegen einen Gegner aus Staig, der laut Stofleth zur „Top fünf der Liga“ gehört“, rechnete sich niemand bei den Buchenlochern große Siegchancen aus. „Wir wollten uns eigentlich nur möglichst gut verkaufen“, gab der Spielführer zu. Beim SC stehen mit Dmitrij Mazunov, erst vor kurzem Ü40-Europameister geworden, und Irvin Bertrand, amtierender Mannschafts-Europameister bei den Schülern, zwei absolute Spitzenspieler im Kader. „Es ist einfach toll, dass solche Spieler nun nach Kaiserslautern kommen“, sagte Stofleth. Antoni Witkowski an der Seite von Toru Takahashi (3:0) holte souverän das erste Doppel, Christopher Simonis und Stofleth (3:1) brachten die Heimmannschaft nach der Niederlage von Stanislav Horshkov und Andreas Schmidt (0:3) wieder in Führung. „Alle Doppel haben gut harmoniert und gespielt“, zeigte sich der Spielführer zufrieden. In den Einzeln holten die gut aufgelegten Takahashi (3:1 gegen Bertrand) und Simonis (3:2 gegen Thilo Merrbach) zwei weitere Siege zu Gunsten der Gastgeber, Horshkov war gegen den Ü40-Europameister allerdings chancenlos (0:3). Mannschaftsführer Stofleth erhöhte nach seinem klaren 3:0-Erfolg über Thomas Huber auf 5:3, ehe der „Knackpunkt der Partie“ folgte: Andreas Schmidt konnte sich in den drei engen Spielen gegen Manuel Sabo durchsetzen (3:0) und brachte die TSG mit 6:3 in Front. „In diesem Moment haben wir gespürt, dass heute tatsächlich was gehen kann“, beschreibt Stofleth die Situation. Danach folgte das Spiel des Abends, Takahashi gegen Mazunov (3:2). „Das war weit über Regionalliganiveau, was die beiden abgeliefert haben, und als Toru dann den Matchball verwandelte, ist die Halle explodiert“, erzählte der Spielführer. Zwei Siege in Folge brachten Staig zwar wieder auf 7:5 heran, doch Witkowski holte nach einem Krimi gegen Merrbach (3:2) den achten Punkt für die TSG. Der SC verkürzte nochmals, doch dann machte Schmidt die Sensation perfekt, schlug Huber ohne Probleme 3:0 und bescherte seinen Farben den ersten Sieg. „Er hatte einen perfekten Tag und war unser Matchwinner“, adelte Stofleth seinen Mannschaftskollegen. Die über 50 Zuschauer, die für eine sehr laute und gute Atmosphäre sorgten, durften sich genau wie Spieler über einen perfekten Einstand freuen. „Wir genießen den Moment, es hätte nicht besser laufen können, und wir freuen uns auf das nächste Spiel in vier Wochen“, bilanzierte der Mannschaftsführer, „wir sind eine richtig homogene Truppe“. Für die zweite Herrenmannschaft der TSG verlief der Start in die neue Pfalzliga-Saison ebenfalls optimal. Beim TTC Brücken konnte das Reserveteam mit 9:2 gewinnen und sich über einen gelungenen Auftakt freuen. Carlo Knauf, der neue Spielführer, sprach von einem „verdienten Sieg, der aber vielleicht etwas zu hoch ausgefallen ist“, und ergänzte: „Am Anfang sah es nach zwei Doppeln über fünf Sätze nach einem engen und spannenden Match aus, danach war es recht klar.“ 30 bis 40 Zuschauer sorgten beim Kerwespiel für eine „gute Stimmung in der Halle“, so Knauf. Neuzugang Lasse Becker, vor der Spielzeit erst aus Brücken gekommen, spielte gleich zu Beginn gegen seinen alten Verein, jedoch konnte er seine Leistung abrufen und wurde vom Mannschaftsführer dafür gelobt. Durch den klaren Erfolg übernahm die TSG II die Tabellenführung. „Wir wollten in Richtung Aufstieg schauen, nach der Verletzung von Dirk Lion wird das aber schwierig, weshalb wir einfach versuchen, eine möglichst gute Saison zu spielen, bis er wieder fit ist“, äußerte sich der Spielführer zu den Saisonzielen. Auch das zweite TSG-Damenteam siegte zum Einstand in der Pfalzliga. Im Heimspiel gegen den TTC Fehrbach holten sich die Buchenlocherinnen nach einem 8:3-Sieg die ersten beiden Punkte in der neuen Spielzeit. Helmut Schneider, Verantwortlicher der Mannschaft, nannte den Erfolg einen „Pflichtsieg gegen einen schwächeren Gegner“ und sah eine „geschlossene Mannschaftsleistung, bei der Jana Porten mit zwei Siegen gegen erfahrene Gegnerinnen besonders herausstach“. Den „Klassenerhalt“ betrachtet Schneider als realistisches Ziel für seine Farben, die nach dem ersten Spieltag auf Rang vier stehen. Die Damen des TuS Hochspeyer verloren ihre erste Pfalzliga-Partie in eigener Halle mit 4:8 gegen den TTV Edenkoben. Nach acht Begegnungen hatte es noch 4:4 gestanden, doch zeigten die Gastgeberinnen danach Nerven und verloren die restlichen vier Spiele relativ deutlich. Nach der Niederlage belegt Hochspeyer aktuell den achten Platz.

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