Kaiserslautern Cup verpasst: „Jetzt muss halt der Titel her“

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Am Boden zerstört, im wahrsten Sinne des Wortes: Die Enttäuschung aber soll nun rasch verfliegen. Als seine Spieler noch frustriert am Boden lagen, gab der Coach bereits die Maßgabe vor: „Jetzt muss es mit der Meisterschaft klappen“, forderte Bernd Bosle gleich nach dem Schlusspfiff des Cup-Endspiels. Das Team des FC Queidersbach hat das Finale um den Kreispokal des Fußballkreises Kusel-Kaiserslautern am Montag in Gries erst in der Verlängerung verloren. Mit 3:2 (2:2, 1:2) siegte die TSG Wolfstein-Roßbach.

Dumm gelaufen: Als sich Kapitän Jonas Böhr mit einer Energieleistung durchsetzte, sich zwischen den „Rowos“ Nils Neu und Timo Keller durchtankte und das Leder mit links an Keeper Sven Metzger vorbeispitzelte, da schien sich der Cup-Triumph für die Bosle-Truppe bereits abzuzeichnen. 2:0-Führung in Minute 40 – und das gegen einen pomadig agierenden Favoriten. Als der soeben noch von Böhr düpierte Keller jedoch kaum 60 Sekunden später zum Anschluss traf, war plötzlich wieder alles offen. Hätte der Spitzenreiter der B-Klasse den A-Ligisten bis zum Pausenpfiff mit zwei Treffern auf Distanz gehalten, die Wolfsteiner wären kaum mehr richtig in die Partie gekommen. Der FCQ war zunächst klar besser, auch wenn das Team schon weit stärker gespielt hat. Es hätte aber gut reichen können gegen einen gar nicht gut aufgelegten Kontrahenten aus dem Lautertal. Schon in der dritten Minute durfte der rot-weiße Anhang jubeln. Torsten Wallenfels luchste Torwarte Metzger das Leder ab und lochte mal eben ein. Clever, frech, erfolgreich. Dann legte Böhr nach, ehe die kalte Dusche folgte. In Durchgang zwei drängten die „Rowos“, brauchten einen Elfer (Yannick Metzger, 68.), um auszugleichen. Die FC-Equipe schien schon müde, zeigte sich aber in der Verlängerung wieder hellwach. Fabian Blanz (94.), und der herausragende Andreas Bauer (105.+1) verfehlten aus der Distanz knapp, Wallenfels traf aus kürzerer Entfernung nicht richtig (100.). Es sollte sich rächen: Vier Minuten vorm drohenden Elfmeterschießen war auf der Gegenseite Marcel Maurer zur Stelle. „Das ging ja hin und her, mal waren die am Drücker, mal wir. Schade halt, dass wir mit unseren Fehlern den Gegner im Spiel gehalten haben“, resümierte Bosle. Dass der FC damit das zweite Finale in Folge verpatzt hatte, fand der Coach höchst bitter, blickte dann aber gleich trotzig nach vorn: Jetzt sollen Titel und Aufstieg unter Dach und Fach gebracht werden. Übrigens hatten die tieftraurigen Akteure – kaum, dass sie sich vom Rasen erhoben hatten – umgehend eine schöne Geste parat: Mit einem Transparent trat die Mannschaft vor ihre Fan-Ecke, bedankte sich beim treuen Anhang für die Unterstützung. Mit ein bisschen mehr Glück hätten Böhr und Co. ihren Fans den Pokal entgegenrecken können.

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