Kaiserslautern Chris Holley den Abschied versüßen

Nach fünf Siegen aus den ersten sechs Spielen stehen die Kaiserslautern Bears wieder dort, wo sie nach der vorigen Spielzeit standen – und wo sie auch nach dieser Saison stehen wollen: an der Tabellenspitze der Baseball-Verbandsliga Südwest. Zwei Siege gegen Aufsteiger Trier Cardinals sind heute (12 Uhr/Platz VfR Kaiserslautern) beim Abschied von Chris Holley fest eingeplant.
Holley zählte zu den Spielern, die maßgeblichen Anteil daran hatten, dass die Bears 2004 die Landesliga-Meisterschaft und ein Jahr später erstmals die Verbandsliga-Meisterschaft errangen. Der gebürtige Texaner zählte dank seiner Schlagstärke von Beginn an zu den Eckpfeilern der Mannschaft und bildete mit Infielder Rick Kuchka und Catcher Tim Bankich ein ligaweit gefürchtetes US-Trio. Nach dem Ende seiner Stationierungszeit in der Nähe von Kaiserslautern zog es Holley für einige Jahre zurück in seine Heimat, ehe es ihn 2012 nach Wiesbaden verschlug. Obwohl es dort in unmittelbarer der Nähe zahlreiche Baseballmannschaften gibt, trat Holley über ein soziales Netzwerk sofort mit seiner alten Mannschaft in Kontakt und bot bereitwillig seine Dienste an. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Lauterer aus Prinzip weder Anfahrtskosten noch sonstige Auslagen erstatten. „Chris wird uns sehr fehlen, weil er nicht nur ein sehr guter Spieler, sondern auch ein absoluter Teamplayer ist, der hervorragend in die Mannschaft passt und immer zuverlässig war“, preist Lauterns Spielertrainer Mike Göring die Vorzüge Holleys an. Er soll nach den beiden Spielen gegen Trier mit einem Fest am Platz verabschiedet werden. Voraussetzung für eine ausgelassene Feier sind zwei Siege gegen den vor Saisonbeginn hoch gehandelten Aufsteiger, der nach drei Niederlagen aus den ersten vier Spielen unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet ist. In Trier behielten die Lauterer mit 10:3 und 14:1 klar die Oberhand und gehen daher als klarer Favorit in die beiden Spiele gegen den zweifachen deutschen Meister. „Die knappe Niederlage in Mainz war ärgerlich, ansonsten haben wir bislang sehr überzeugende Spiele abgeliefert“, findet Göring. Trier verfügt zwar über einen schnellen Werfer, hat auf der Schlüsselposition des Pitchers jedoch nur wenige Wechselmöglichkeiten. Dass die Lauterer da in dieser Spielzeit deutlich breiter aufgestellt sind, könnte wie schon im Hinspiel den Unterschied machen. Neben Göring stehen mit Nachwuchstalent Mike Burgin und den beiden US-Amerikanern Andy Kious und Dylon Bilskemper genügend Alternativen zur Verfügung. „Wir wollen beide Spiele gewinnen“, konstatiert Kaiserslauterns Trainer selbstbewusst. (kkm)