Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Boxen: Michael Seitz bekommt im achten Profikampf Samir Barakovic vor die Fäuste

Im vergangenen März in der Fruchthalle: Michael Seitz (rechts) besiegt Alexander Randoll in einem spektakulären Kampf.
Im vergangenen März in der Fruchthalle: Michael Seitz (rechts) besiegt Alexander Randoll in einem spektakulären Kampf. Foto: VIEW

Michael Seitz lässt wieder die Fäuste sprechen. Der Kaiserslauterer Berufsboxer steigt am Samstag in den Ring. In der Böllenfalltorhalle in Darmstadt bekommt er es in seinem achten Profikampf mit Samir Barakovic zu tun. Nach einer intensiven Vorbereitung brennt der Cruisergewichtler auf diesen Kampf, den er nach einer halbjährigen Ringabstinenz bestreitet und in dem er seiner makellosen Profibilanz den achten Sieg hinzufügen will. Möglichst durch K. o. Der Kampfabend beginnt um 18 Uhr.

In einem am Mittwoch in Kaiserslautern geführten Gespräch strahlte der smarte Preisboxer große Zuversicht aus. Nicht nur dass er gewinnen will, er will den Zuschauern am Samstag auch einen guten Kampf zeigen und damit sein Renommee als Faustkämpfer steigern. Klar, dass er in diesem auf sechs Runden angesetzten Ringgefecht seinen Gegner auf die Bretter schicken und vorzeitig gewinnen will. Aber auf eine bestimmte Runde will er sich nicht festlegen. „Wenn der K. o. kommt, dann kommt er“, sagt Michael Seitz, der sechs seiner Kämpfe vorzeitig gewann. So auch seinen bisher letzten Kampf gegen Ibrahim Odobasic, den er Anfang April in der Challenge-Club-Arena in Offenbach k. o. schlug. Über seinen nächsten Gegner, den aus Bosnien-Herzegowina stammenden Samir Barakovic, kann er wenig sagen, er hat ihn noch nicht in Aktion gesehen. Aber Seitz weiß immerhin, dass es ein Schwergewichtler ist, also mehr als 90,781 Kilogramm auf die Waage bringt. Der Lauterer bestritt hingegen seine bisherigen Kämpfe im Cruisergewicht, eine Gewichtsklasse unter dem Schwergewicht.

Sparring in Frankfurt

Mehr über Barakovic weiß Enno Werle zu sagen. „Er hat zuletzt gegen Erkan Teper, den ehemaligen Schwergewichts-Europameister, geboxt und durch Technischen K. o. verloren.“ Werle wird am Samstag als Cutman und Sekundant in der Ecke von Michael Seitz stehen. Seit dem vergangenen Dezember bilden die beiden ein Team. Werle, der alle Bereiche des Boxens wie kein Zweiter kennt, trainiert Seitz und hat mit seinem Schützling noch Großes vor. „Er zieht voll mit“, sagt Werle und bescheinigt Seitz, dass dieser sich „sehr gut entwickelt“ habe. Besonderen Wert legte der erfahrene Coach dabei auf die Verfeinerung der Technik. Trainiert haben die beiden im „Apollo Fight Club“ in Kaiserslautern. Da Michael Seitz aber in Lautern und Umgebung keinen Sparringspartner fand, musste er zum Sparring nach Frankfurt oder nach Darmstadt fahren.

Titelkampf in der Fruchthalle

Dass Michael Seitz am Samstag als Sieger den Ring verlassen wird, davon ist Enno Werle überzeugt. Den Kampf sehen die beiden als Vorbereitung auf den ersten Titelkampf. Den wird der 26-Jährige im kommenden Jahr, am 22. Februar, gegen den deutschen Meister bestreiten. Dieser für ihn richtungsweisende Kampf wird in der Fruchthalle über die Bühne gehen. Für Seitz ist es natürlich etwas ganz Besonderes, dass er diesen Titelkampf in seiner Heimatstadt austragen kann, in der Halle, in der er Anfang dieses Jahres seinen bisher besten Ringauftritt zeigte. In einem das Publikum begeisternden Kampf besiegte er den Frankfurter Alexander Randoll durch TKO.

Michael Seitz weiß um die Bedeutung des Kampfes um den deutschen Meistertitel. Wenn er an größere Börsen kommen will, dann braucht er einen Titel. Zurzeit ist er noch bei der Bundeswehr, doch zum Jahresende will er mit dem Soldatenleben Schluss machen und sich, wie er sagt, „ganz auf das Boxen konzentrieren“. Unterstützt wird er auf diesem harten Weg von Andreas Reisinger, einem Kaiserslauterer Unternehmer, der sich als Sponsor engagieren will. Aber bevor für Michael Seitz nationale und internationale Titelkämpfe auf dem Programm stehen, muss er erst einmal Samir Barakovic schlagen. Ein weiterer K.-o.-Sieg wäre gut für seine makellose Kampfbilanz.

Der Trainer und sein Schützling: Enno Werle und Michael Seitz.
Der Trainer und sein Schützling: Enno Werle und Michael Seitz. Foto: Frei
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