Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Biergarten eröffnet vor der Fruchthalle Kaiserslautern

Vier Meter Platz bis zur Busfahrbahn hat die Außenbestuhlung in der Fruchthallstraße.
Vier Meter Platz bis zur Busfahrbahn hat die Außenbestuhlung in der Fruchthallstraße.

Vor der Fruchthalle eröffnet in gut einem Monat ein Biergarten. Damit wird zwar noch nicht die langjährige Idee einer Gastronomie innen umgesetzt, aber der erste Schritt.

Auf den oft als Pflasterwüste titulierten Platz in der Stadtmitte zieht etwas Leben ein: Tische und Stühle laden demnächst zu einem Drink oder einer kleinen Mahlzeit ein.

„Die Idee für ein Café in der Fruchthalle ist schon über zehn Jahre alt“, blickt Rainer Benkert weit zurück. Seit 2017 betreibt er das Catering in der guten Stube der Stadt. „Konkret wurde es vor rund eineinhalb Jahren.“ Und zwar so konkret, dass er „am 2. Mai öffnen wollte“. Aber dann „kam von der Feuerwehr ein Einwand wegen des Brandschutzes“, sagt er. Es seien noch Arbeiten nötig, deshalb wolle man derzeit keine zusätzliche Brandlast ins Erdgeschoss stellen. Die Pläne seien nun bis zum kommenden Jahr auf Eis gelegt.

Statt der 64 Plätze innen wird er aber eine Außenbestuhlung umsetzen, „auf der Südseite der Fruchthalle zum Schillerplatz, gegenüber dem Hotel Lauterbach“. Auf einer Länge von 25 Metern und vier Metern Breite werden 80 Sitzplätze entstehen, „an hellen Tischen und beigefarbenen Sitzmöbeln“. Die Untere Denkmalbehörde gab am Dienstag grünes Licht, denn die hatte vor dem historischen Gebäude ein Wörtchen mitzureden.

Saison vom 9. Juli bis Anfang Oktober

Am 9. Juli soll Eröffnung des „Outside Fruchthalle“, wie er den Biergarten nennt, sein. Geplant ist die Außensaison bis zum 3. Oktober, „je nach Wetter“. Auf der Karte werden neben Getränken „durchgehend kleine warme Speisen stehen. Dazu wird es auch einen Mittagstisch geben, aber keinen Kuchen“, beschreibt er das Konzept. Die Öffnungszeiten sind von 11 bis 23 Uhr angesetzt.

Erfahrung mit einer Gastronomie im Erdgeschoss der Fruchthalle hat Benkert bereits im Winter gesammelt. Während des Kulturmarktes im Advent bietet er immer „einen Weihnachtsimbiss im Orchesterraum an“, dem Raum links vom Südeingang im Erdgeschoss. „Den werde ich zum Thekenbereich für draußen umfunktionieren“, kündigt er an. Dort werde auch die Zapfanlage stehen. Der Raum werde im Sommer nicht gebraucht, da keine Sinfoniekonzerte stattfinden.

Im nächsten Jahr hofft Benkert dann, die Gastronomie im Innenbereich endlich umsetzen zu können. Immerhin rund 120.000 Euro habe er investiert. „Die Pläne habe ich hier liegen.“ Während des Kulturmarktes wird das Mobiliar weichen, die Theke wird laut Benkert zum leichten Bewegen auf Rollen stehen.

Die Gastronomie läuft unter dem Begriff „Caféthek/Bistro/Pasteria“, erläutert Benkert; die Karte wird etwas größer als jene für den Biergarten sein, denn dort wird es keine Pastagerichte geben.

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