Kaiserslautern BETZE-GEFLÜSTER: Volltreffer

Die Krönung dieses besonderen Fußballerlebnisses auf dem „Betze“ war einem Neuzugang des 1. FC Kaiserslautern vorbehalten: Mit seinem allerersten Ballkontakt köpfte der Sekunden zuvor eingewechselte Philipp Hofmann sich, sein Team und alle FCK-Freunde ganz hoch hinauf auf Wolke sieben. Auch mein fußballverrückter RHEINPFALZ-Kollege Uwe Wenzel, der Woche für Woche für unsere Lokalsport-Redaktion bei Wind und Wetter vom jeweiligen „Spiel des Tages“ berichtet, war natürlich hin und weg von dieser Partie. Kurz nach jenem denkwürdigen 3:2-Sieg der Roten Teufel gegen 1860 München schickte mir „uww“, noch völlig aufgekratzt von Joker Hofmanns 3:2-Volltreffer und seinen Folgen, eine E-Mail: „Ähnlich spektakulär war das Profi-Debüt von Bernd Dobiasch beim FCK, der am zehnten Spieltag der Saison 78/79 in der 91. Minute den 2:1-Siegtreffer gegen den MSV Duisburg erzielte, acht Minuten nach seiner Einwechslung.“ Diese Szene habe er auch jetzt, knapp 36 Jahre später, immer noch vor Augen, erzählte Uwe Wenzel. Er habe Dobiaschs Tor als kleiner Junge mit seinem Vater auf dem „Betze“ in der Ostkurve miterlebt. Wahrlich ein Fußball-Lexikon; danke, Uwe!Besondere Fußballspiele saugt auch FCK-Jungprofi Jean Zimmer in sich auf. Nach dem Schlusspfiff am Montag erzählte er mir, er habe auch beim 0:2 zur Halbzeit an die Wende geglaubt. Er erinnerte an das legendäre 7:4 gegen Bayern München 1973. Das war 20 Jahre vor Zimmers Geburt, aber die aktuelle Truppe war jüngst zusammen im FCK-Museum auf dem „Betze“; da war das 7:4 natürlich ein großes Thema. „Damals hat keiner dran geglaubt, trotzdem ist’s passiert!“ Für Zimmer und Co. gibt es morgen in Sandhausen ein Wiedersehen mit dem Ex-Kollegen Denis Linsmayer. Für Eltern und Freunde hat „Linsi“ über 20 Karten besorgt. Wird’s gar ein ähnliches Spektakel? Wer weiß ...