Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Beste Abiturientin des Rittersberg-Gymnasiums: Leonie Ruf will in die Medizin

Leonie Ruf hat besonders das musische und künstlerische Angebot am Rittersberg-Gymnasium gefallen. Ihr Abitur hat sie mit 848 vo
Leonie Ruf hat besonders das musische und künstlerische Angebot am Rittersberg-Gymnasium gefallen. Ihr Abitur hat sie mit 848 von 900 möglichen Punkten abgelegt.

Leonie Ruf ist die beste Abiturientin des Jahrgangs 2025 am Rittersberg-Gymnasium. Kurz darauf hatte sie schon die nächste Prüfung. Jetzt ist erst mal Erholung angesagt.

Sie ist froh, dass sie den Termin hinter sich hat. Drei Wochen hat Leonie Ruf für den Medizinertest gebüffelt. Sieben Stunden lang brütete sie kürzlich im Saalbau in Neustadt über Fragen und Aufgabenstellungen. Mit mehr als 200 Mitbewerbern sei die Kongresshalle gut gefüllt gewesen. „Ich habe ein gutes Gefühl“, gibt sie sich dennoch zuversichtlich.

Nach den Vorbereitungen fürs Abitur und den Medizinertest darf Ruf nun ein wenig entspannen: Zweieinhalb Wochen wird sie mit einer Freundin und dem Interrail-Ticket durch Skandinavien unterwegs sein. In den nordischen Ländern wie Dänemark, Schweden und Norwegen war sie bislang noch nicht. Zurückliegende Urlaube hat sie mit ihrer Familie eher in Frankreich und Spanien verbracht. „Aber in skandinavischen Ländern sollen die Menschen besonders glücklich sein“, ist ihr zu Ohren gekommen.

Erst Skandinavien, dann Pflege-Praktikum

Mit Blick auf das angestrebte Medizinstudium wird nach dem Skandinavien-Trip im Nardini-Krankenhaus in Landstuhl ein Pflegepraktikum auf sie warten. Studieren würde sie am liebsten in Freiburg, das als Studienort sehr beliebt sei. „Man kann alles fußläufig erreichen und ist von einer tollen Natur umgeben“, schwärmt sie von der Stadt im Breisgau, die unter Studierenden einen sehr guten Ruf genieße. Was die Wohnungssuche angehe, sei diese in jeder Unistadt schwierig – davon lässt sich Ruf nicht entmutigen.

Nichts kommen lässt die frisch gebackene Abiturientin auf ihre ehemalige Schule. Ihre Leistungsfächer waren Englisch, Mathematik und Physik, mit 848 von 900 Punkten und der Note 1,0 kann sich ihr Abschluss wahrlich sehen lassen. Vom Rittersberg-Gymnasium war sie bereits als Grundschülerin beim Infotag angetan: „Das musische und künstlerische Angebot hat mir gefallen.“ Später waren es die Treppenhauskonzerte, an die sie sich gerne erinnert. Sie spielt Geige und hat sich mit ihrer Bratsche im Schulorchester engagiert. Zwischenzeitlich hat sie auch Gitarre, E-Bass und Ukulele für sich entdeckt.

Auch evangelische Theologie war eine Option

Dass Ruf der Umgang mit Menschen etwas bedeutet, hat sie bereits während zweier Berufspraktika in protestantischen Gemeinden in Dansenberg und der Christuskirche festgestellt. Nicht abgeneigt war sie anfänglich, evangelische Theologie zu studieren. „Auch da steht der Mensch im Mittelpunkt.“ Letztlich hat sie sich jedoch für Medizin entschieden.

x