Kaiserslautern
Band-Projekt Barnabas Sky legt neues Album vor
Es ist sogar so gut gelungen, dass das nicht ganz unbekannte italienische Online-Magazin „Melodic Rock“ die zweite Barnabas-Sky-Produktion unlängst mit satten 100 von 100 möglichen Punkten bewertete. Das passiert wahrlich nicht alle Tage!
Nachvollziehbar ist das durchaus. Zum einen hat nämlich Pfeffer, der zusammen mit dem heimischen Schlagzeuger Thomas Rieder hinter dem Projekt steht, zur Realisation des Albums erneut jede Menge internationaler Gesangsstars ins musikalische Boot geholt. Allein die schiere Aufzählung lässt Fans des gemäßigten, aber heftig unter die Haut gehenden harten Rocksounds staunen. Mit dabei sind nämlich Danny Vaughn (gleich beim Titelsong des Albums), Dan Reed, Doogie White, Jesse Damon, Roy Cathey, Dirk Kennedy, Lee Small (jener gleich zweimal), Carsten Lizard Schulz, Alan Tecchio und Deibys Artigas Venegas − bis auf den erst 30-jährigen Venegas allesamt altgediente und renommierte Künstler.
Mehr als sichere Bank
Pfeffer hat die bis ins Detail durchgestaltete Musik komponiert und eingespielt − und dabei erstmals in seiner langen Karriere einen seine Ausdrucksmöglichkeiten noch einmal deutlich erweiternden Gitarren-Synthesizer genutzt. Die vorwiegend in Übersee angesiedelten Musiker haben dazu eigene Texte geschrieben. Hinzu kamen Paul Sabu, Pfeffers Winterland-Kollege Stephan Hugo (als Background-Sänger) und der erwähnte Drummer Thomas Rieder. Das ist dann insgesamt schon mal mehr als nur eine sichere, vielmehr eine äußerst verlässliche und starke Basis.
Dazu kommen die jahrzehntelange Erfahrung und Kompetenz Markus Pfeffers. Der Lauterer Musiker hat alles sauber zusammengeführt und dem massiven Ergebnis den letzten Schliff verpasst. Bemerkenswert ist dabei, dass bekannte US-Künstler dieses Kalibers mit Musikern aus dem fernen Kaiserslautern kooperieren. Offenbar schätzt man anderswo seine Fähigkeiten, die dann ja auch zu einem beeindruckenden Ergebnis geführt haben.
Alles kommt ans Licht
Zehn Titel sind es geworden (plus der nur auf der CD vorhandene Bonus-Track „No Tomorrow“ mit Lee Small). Jeder ist auf seine Weise ein kleines Meisterwerk, das man sich am besten per Kopfhörer anhört, um auch die feinen Nuancen mitzubekommen und zu genießen. Ja, die gibt es durchaus in dieser Ausprägung der zwischen granitharten Soli und sanften Passagen sich ausbreitenden Rock-Welt.
Es fällt daher schwer, einen „Anspieltipp“ zu geben. Am ehesten sind die beiden als Internet-Videos zu erlebenden gravitätischen Titel „What comes to Light“ - nicht zufällig der Opener des Albums - und das mit dem unwiderstehlichen Ohrwurm-Gitarrenriff versehene „Seven Wonders“ mit dem New Yorker Sänger Dirk Kennedy zu nennen. Auch das in Sachen Energie etwas zurückgenommene „Grant me a Wish from Heaven“ sollte man sich genauer anhören, ebenso alle Titel mit jenem Synthesizer-Sound.
Das Covermotiv von Stan W. Becker und die lesenswerten „Lyrics“, die im ausführlichen Booklet abgedruckt sind, runden das positive Bild ab. Die Texte beschäftigen sich unter anderem mit der Frage, wieso eine eigentlich kluge, leistungsfähige Menschheit so viel Elend hervorbringen kann.
Info
Die aktuelle CD „What comes to Light“ des Kaiserslauterer Rock-Projekts Barnabas Sky gibt es sowohl auf CD wie über die bekannten „Download“- und „Streaming“-Portale.
Weitere Infos auf der Internetseite www.facebook.com/barnabasskyband.