Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Auf dem Rad unterwegs für kranke Kinder

Franz Jörg Richter bei seiner Ankunft in der Feuerwache.
Franz Jörg Richter bei seiner Ankunft in der Feuerwache.

Eigentlich wollte Franz Jörg Richter in diesem Jahr sechs Monate mit dem Fahrrad kreuz und quer in den Vereinigten Staaten von Amerika unterwegs sein. Weil Corona dazwischen kam, tourt der Hobby-Radsportler zwei Monate durch Deutschland. Der gute Zweck, für den er sich abstrampelt, bleibt derselbe: die Unterstützung der Care-for-Rare-Foundation, die Kinder mit seltenen Krankheiten unterstützt.

Von Würzburg, wo er am 5. Juli gestartet ist, über München, Stuttgart und Saarbrücken hat er auf dem Weg nach Mainz am Dienstag in Kaiserslautern einen Zwischenstopp eingelegt und bei der hiesigen Feuerwache in deren Gästezimmer die „Luxusversion“ einer Übernachtungsmöglichkeit gefunden.

Mit 14 hat der Diplomsportlehrer im Gesundheitsbereich seine erste Radtour unternommen. Heute ist sein Fahrrad bepackt mit allem, was für unterwegs notwendig ist. Schon ein Plätzchen, wo er seine Isomatte ausrollen oder sein Zelt aufschlagen kann, genügt ihm. Als ehemaliges Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr findet er bei den Kollegen immer eine offene Tür. In Kaiserslautern haben sie für ihn sogar ein Grillfeuer angeworfen.

Auch schon quer durch die USA

Im Sommer 2015 machte sich der Radler bei seiner Tour über rund 7000 Kilometer quer durch die USA erstmals für Kinder mit seltenen Erkrankungen stark und konnte 6000 Euro an Spendengeldern einsammeln. 2016 und 2018 war er wieder dort unterwegs, 2017 ging es von München nach Madrid. Unterwegs besuchte er, was er immer wieder gerne gut, Hilfsorganisationen, Kinder mit seltenen Krankheiten sowie ihre Eltern und Ärzte und er verteilte kuschelige „Tröster-Teddys“. Zu seinem Bedauern macht Corona die Kontakte in diesem Jahr schwierig.

Die Spenden, die Richter mit seiner diesjährigen Radtour einsammelt, sollen die Kinderintensivmedizin am Dr. von Haunerschen Kinderspital in München beim Kauf eines hochmodernen Lasergerätes unterstützen, das hochpräzise, narbenfreie Eingriffe ermöglicht. Das Ziel sind 35.000 Euro; 4000 Euro sind bisher eingegangen.

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