Kaiserslautern Arbeitslosigkeit in der Westpfalz gestiegen
Im Juni ist die Zahl der arbeitslosen Menschen in der Westpfalz angestiegen. Der Grund für diese saisonuntypische Entwicklung liegt laut der Agentur für Arbeit in der Aufnahme der ukrainischen Flüchtlinge in die Betreuung der Jobcenter. Ohne diesen Effekt hätte sich die Arbeitslosigkeit in der Westpfalz kaum verändert. „Trotz des Anstieges der Arbeitslosenzahl, den bekannten Lieferengpässen und den Unsicherheiten, die der Ukraine-Krieg mit sich bringt, entwickelt sich der Arbeitsmarkt in der Region weiter positiv und bietet aufgrund des breitgefächerten Angebotes an offenen Arbeitsstellen auch weiterhin gute Chancen für Menschen, die einen neuen Job suchen“, sagt Martina Sarter, stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit.
In der Stadt Kaiserslautern waren im Juni 4.589 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 341 (acht Prozent) mehr als im Mai und 510 (zehn Prozent) weniger als im Juni des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote ist damit von 7,8 Prozent im Mai auf 8,4 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um einen Prozentpunkt zurückgegangen. In den vergangenen vier Wochen meldeten Arbeitgeber aus der Stadt Kaiserslautern 412 zu besetzende Stellen. Das waren 381 weniger als im Mai und 192 weniger als im Juni des vergangenen Jahres. Zum Zähltag befanden sich 2.315 offene Stellen im Bestand.
Im Landkreis Kaiserslautern waren im Juni 2.896 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 412 (16,6 Prozent) mehr als im Mai und 72 (2,4 Prozent) weniger als im Juni des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote ist damit von 4,4 Prozent im Mai auf 5,2 Prozent gestiegen. Sie lag damit exakt auf Vorjahresniveau. In den vergangenen vier Wochen meldeten Arbeitgeber aus dem Landkreis Kaiserslautern 179 zu besetzende Stellen. Das waren 38 mehr als im Mai und 39 mehr als im Juni des vergangenen Jahres. Es befanden sich zum Zähltag noch 1.265 offene Stellen im Bestand.