Kaiserslautern An Hudson, Neckar und Lauter
Mit jeder neuen Spielzeit sind auch neue Gesichter auf den Bühnen des Pfalztheaters verbunden. Seit vielen Jahren stellt die RHEINPFALZ die „Neulinge“ ihren Lesern biografisch vor. Heute geht es um den jungen Tänzer Christopher Kinsey.
Christopher Kinsey ist Amerikaner. Geboren jedoch wurde er 1996 in Heidelberg, der deutschen Lieblingsstadt aller Amerikaner. Das kam so: Sein Großvater wohnte bereits mit der Stationierung der Air Force in Ramstein in „K-town“, seine Mutter besuchte die Elementary School auf der Vogelweh. Sie schlug ebenfalls ihre berufliche Laufbahn beim Militär ein und kam zusammen mit ihrem Mann nach Heidelberg. Danach ging es zurück nach New Jersey, wo der Lauterer Neuzugang im Tanzensemble aufwuchs und noch während seiner Highschool-Jahre mit der Ballettausbildung begann: „Damals wusste ich, dass Tanzen meine Zukunft sein wird.“ Sogar wie es weitergeht, wenn das Alter keine Bühnenauftritte mehr zulässt: „Choreografie“, sagt er dazu. Und das alles, obwohl er damit der erste Künstler in seiner gesamten Familie sein würde. Seine ersten Auftritte hatte Kinsey in New York noch während seiner Ausbildung von 2014 bis ’16 am Boston Conservatory. Dort erhielt er anschließend sein erstes Engagement bis Anfang 2018, bevor er für zwei Jahre vom Pfalztheater engagiert wurde. Von New York nach Lautern – wie fühlt sich das wohl an? Kinsey schmunzelt und überzeugt mit seiner Antwort, dass er sehr glücklich sei, hier zu sein: Das familiäre Klima im Haus, die Mentalität der Menschen, die nahe gelegene Wohnung machen es für ihn aus. Und die Vorfreude, Stadt und Umland zu erkunden. Den besten Begleiter dafür kennt er schon. Es ist sein Mischlingshund „Theodor“, ein guter Charakter mit großen Augen. Darüber hinaus steht ja noch der Besuch der Familienmitglieder an, die ihn auf der Bühne erleben wollen − und somit 20 Jahre später in die einst vertraute Gegend zurückkommen werden.