Fußball
Am Ende dann doch deutlich: FCK II schlägt Mechtersheim in der Oberliga mit 5:0
Ganz unterschiedliches Bild nach dem Ende der Oberliga-Partie zwischen dem 1. FC Kaiserslautern II und dem TuS Mechtersheim: Während sich die FCK-Spieler und ihr Trainer Alexander Bugera auf dem Fröhnerhof über ihren am Ende doch noch deutlichen 5:0 (1:0)-Sieg freuten, versammelte TuS-Trainer Jürgen Kramny auf dem Platz zu einer längeren Ansprache um sich.
Dass der FCK II am Ende verdient gewonnen hatte, stellte der 52-jährige Ex-Profi, der als Trainer unter anderem auch schon den VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld betreut hat, nicht in Frage. Aber, so meinte Kramny, der in seinem zweiten Spiel als Trainer von Mechtersheim an der Linie stand und dabei seine zweite Niederlage erlebte: „Das Ergebnis ist viel zu hoch ausgefallen.“
Bugera fehlt „die Gier“
Zur Halbzeit hatte die U21 des FCK vor 121 Zuschauern „nur“ 1:0 geführt – und das trotz Dominanz und extrem viel Ballbesitz. Jung-Profi Mika Haas hatte nach 34 Minuten nach toller Vorarbeit von Yasin Zor per Kopf getroffen. Mehr wollte gegen die Gäste, die quasi gar nicht aus der eigenen Hälfte hinauskamen, aber nicht gelingen. Sehr zum Verdruss von FCK-Trainer Bugera: „Mit der ersten Halbzeit war ich nicht so zufrieden. Da hat mir die Gier gefehlt, unbedingt das zweite Tor nachlegen zu wollen. Da haben wir uns schwer getan.“ Auch der 18-jährige Zor, der gemeinsam mit Neal Gibs auf der rechten Seite die Gäste immer wieder vor große Probleme stellte, meinte: „Wir hatten zwar den Drang nach vorne, konnten uns dann aber in der letzten Aktion oft nicht so richtig gut durchsetzen.“
Lichtis vergebene Großchance
Nach Wiederanpfiff folgte die Szene, mit der TuS-Trainer Kramny später haderte. In der 50. Minute tauchte Max Lichti nach einem FCK-Fehler ganz alleine vor dem Lauterer Keeper David Schwingel auf, scheiterte aber im Eins-gegen-eins an diesem. „Wenn wir da den Ausgleich machen, kann das Spiel eine andere Richtung nehmen“, sagte Kramny. Auch Lichti ärgerte sich über die vergeben Chance, übrigens die erste der Gäste im Spiel. „Das ist wirklich blöd gelaufen“, sagte der 23-Jährige. „Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass der Querpass zu mir kommt. Dann habe ich zu viel überlegt – und der Torwart war da und hat sich groß gemacht.“
Aber nach dieser Großchance für die Gäste lief es dann plötzlich wieder beim FCK II. Erneut war Zor mit einem Steilpass der Vorlagengeber, diesmal für Marius Bauer, der TuS-Torwart Sebastian Ehlert umkurvte und das 2:0 erzielte (58.). „Nach dem 2:0 lief der Ball auf einmal wieder bei uns“, sagte Trainer Bugera. „Da haben wir es viel besser gemacht.“ Sein Kollege Kramny bemängelte: „Nach dem 2:0 haben wir noch drei Böcke geschossen.“ Nach einem Freistoß für Mechtersheim vollendete Angelos Stavridis einen Konter über Gibs und Haas zum 3:0 (80.). „Nach dem 3:0 war das Ding dann erledigt“, so Kramny. „Da musst du dann auch irgendwie Ruhe reinbringen und sagen: jetzt kein viertes und fünftes Gegentor mehr.“
Noch zwei späte Tore
Doch eben diese Tore fielen noch. Drini Miftari ließ nach einem Gestocher im TuS-Strafraum das 4:0 folgen (85.). Den Schlusspunkt setzte Zor, der nach einem langen Ball das Laufduell mit seinem Gegenspieler gewann und den Ball auch an TuS-Keeper Ehlert zum 5:0 vorbeilegte (90.+2). „Nach der Pause lief es besser bei uns“, sagte Zor. „Wir haben es dann doch ganz gut gemeistert.“ Auch sein Trainer Bugera bilanzierte: „Ein verdienter Sieg.“
Kramny richtete derweil schon den Blick nach vorn: „Jetzt werden wir miteinander sprechen und dann versuchen, es nächste Woche gegen Engers besser zu machen. Wir müssen uns auch ein Stück weit noch aneinander gewöhnen. Ich bin ja jetzt auch erst zwei Wochen hier.“