Kaiserslautern Ab und zu bockt das Pferd

Holte mit dem Turn-Team Sickingen Bronze im Wahl-Pflicht-6-Kampf der Altersklasse 15 und jünger: Torben Sprengard an den Ringen.
Holte mit dem Turn-Team Sickingen Bronze im Wahl-Pflicht-6-Kampf der Altersklasse 15 und jünger: Torben Sprengard an den Ringen.

Das Turn-Team Sickingen und der Förderverein für Geräteturnen in Ramstein hatten am Sonntag in Ramstein in der Reichswaldsporthalle die turnende Pfalz zu Gast. Die Pfalzmannschaftsmeisterschaften im Geräteturnen männlich liefen mit insgesamt sieben Wettkämpfen in drei Durchgängen. Die Sickinger waren perfekte Gastgeber, schickten zudem vier Mannschaften an die Geräte und hielten am Ende einmal Gold und einmal Bronze fest.

Mächtig was los in der Sporthalle. Auf der Bodenbahn werden die Saltos durch die Luft gewirbelt, am Sprung wird geschraubt und gedreht, das Pferd bockt ab und zu, der Barren ist auch nicht immer freundlich zu den Turnern, am Reck und an den Ringen geht es mal kraftvoll gespannt, mal perfekt gewirbelt zu. Der Zeitplan ist straff, die in Riegen eingeteilten Mannschaften beweisen Disziplin. Es ist eine Meisterschaft, bei der alles passt. „Wir liegen ausgesprochen gut in der Zeit“, freut sich Rudi Brand, der beim Pfälzer Turnerbund fürs Geräteturnen zuständige Fachwart. „Nur wenn ein Durchgang in etwa anderthalb Stunden beendet ist, dann haben auch die Zuschauer was davon, dann wird es nicht langweilig“, sagt Brand, der mit dem Besuch auf der Hallentribüne zufrieden ist. Dank und Anerkennung hat Brand für das Team um Achim Wätzold vom ausrichtenden Turn-Team Sickingen (TTS), das den Kraftakt, eine solche Meisterschaft zu stemmen, souverän meistert und dabei noch selbst vier Mannschaften an die Geräte bringt. Mit Erfolg. Allen voran – und das ein bisschen überraschend – holen sich die Nachwuchsturner Nick Sachs, Marco Blinn, Nicolas Thull, Issa Add Allam, Till Müller und Konstantin Wiesemann trotz des krankheitsbedingten Ausfalls von Luca Lenhardt im Kür-6-Kampf Altersklasse 13 und jünger den Pfalztitel. Die Jungs waren an allen sechs Geräten grandios unterwegs, turnten meist über die Zehnerwertung. Das intensive Training, die Arbeit an der sauberen Ausführung der Übungen, haben sich ausgezahlt. Die Mannschaft greift nun als Qualifikant am 11. November in Gau-Odernheim bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft an und wird die Zeit bis dahin weiter mit intensivem Training nutzen. In der Kür war auch die Aktiven-Mannschaft des TTS am Start. Julius Braun, Nick Leßmeister, Jonas Ohnesorg, Michael Junker, Sebastian Müller und Jan Simanowski wurden von den Morlauterern Daniel und Lukas Eichhorn unterstützt. Ganz vorne sah Trainer Achim Wätzold sein Team von Anfang an nicht. Gegen den am Ende siegreichen TV Bad Bergzabern und den folgenden TB Oppau (wir berichteten im Sport) war nicht anzuturnen, das wussten sie. Platz drei, den hatten sie durchaus im Visier. Am Boden, dem Startgerät für die Sickinger, turnten die TTS-ler gar besser als der TV Bad Bergzabern, schaufelten eine dicke 37,50 aufs Teamkonto. Es waren das bockige Pferd und diesmal vor allem die Leistungen am Reck, die zu einem etwas unglücklichen Rang vier hinter Bad Bergzabern, Oppau und dem Turngau Speyer führten. Die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft findet somit ohne die Aktiven des TTS statt. „Wir konzentrieren uns jetzt umso mehr auf unseren letzten Landesliga-Kampf“, blickt Achim Wätzold nun auf den 4. November. Da geht die Mannschaft in St. Martin in den Ligawettbewerb. Im Wahl-Pflicht-6-Kampf sicherte sich dafür das Turn-Team Sickingen, verstärkt mit Turnern des TV Morlautern, in der Altersklasse 15 und jünger eine Bronzemedaille. Devin Weibert, Torben Sprengard, Joshua Bold, Joshua Lang, Michael Tropynev und Ilja Khaylo wussten an allen Geräten das unter ihren Trainern Jonas Ohnesorg und Nick Leßmeister Gelernte gut umzusetzen. Zur Rheinland-Pfalz-Meisterschaft fahren sie dennoch nicht. Hier haben nur die beiden Erstplatzierten, der TV Bad Bergzabern und der TV Pirmasens, ein Startrecht. Die vierte und jüngste TTS-Mannschaft turnte sich in der Altersklasse elf und jünger auf Rang fünf.

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