Kaiserslautern 218 Sekunden Lehrstunde

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Nichts zu holen gab es für die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs am Mittwochabend in der Begegnung mit Oberliga-Tabellenführer SC Neustadt II. Beim 12:18 (2:5/2:5/4:4/4:4) hielt man über weite Strecken der Partie zwar gut mit, verbaute sich aber ein besseres Ergebnis aufgrund einer dreieinhalbminütigen Schwächephase im zweiten Viertel. Am Sonntag um 18.30 Uhr steht für die Krokodile das letzte Heimspiel der Saison gegen den WSV Ludwigshafen II auf dem Programm.

Wieder einmal konnte Lauterns Coach Phil Lane lediglich zwei Auswechselspieler neben sich auf der Bank begrüßen, was aber zwei mehr waren, als Neustadt zu Beginn an Bord hatte. Drei Minuten nach dem Anpfiff hatte sich dieses Bild jedoch geändert, als ein verspätetes Auto mit vier weiteren Spielern von der Weinstraße eintraf und der nun elfköpfige Kader des SCN II von da an insgesamt vier Bundesliga-Akteure beinhaltete. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1, die Krokodile hatten die schnelle Führung der Gäste nach 35 Sekunden ausgeglichen. Es sollte das letzte Mal sein, dass die Krokodile auf Augenhöhe mit dem Oberliga-Meister waren. Als die Lauterer kurz vor der ersten Pause ihr zweites Tor erzielten, hatte Neustadt fünfmal getroffen, gnadenlos effektiv agiert, ohne zu glänzen. Im zweiten Abschnitt kam der KSK zurück ins Spiel, witterte beim Stand von 4:5 (12. Minute) Morgenluft. Doch bis zur Pause pulverisierte die Bundesliga-Reserve von der Weinstraße die Hoffnungen der Lauterer: Mit fünf Treffern in 218 Sekunden wies der SCN II die Gastgeber eindrucksvoll in die Schranken. Mit dem 4:10 nach 16 Minuten war der KSK noch gut bedient. Entsprechend deutlich fiel die Pausenansprache des Trainers aus, dem es „ein absolutes Rätsel war, warum man sich alles wieder selbst kaputt macht“. Die Lauterer hielten nach dem Seitenwechsel dagegen. „Es gab ein paar gute Kombinationen und toll herausgespielte Treffer“, stellte der verletzte Routinier Bernd Feddeck fest und sprach von einem „schön anzuschauenden Spiel“, was aber auch daran lag, dass die Gäste nun nicht mehr durchgehend in Bestbesetzung spielten. Doch das 7:11 (23.) war das Optimum, das die Krokodile noch erreichten. In der 31. Minute sah es beim Stand von 9:18 nach einem Debakel aus, das man durch drei Treffer aber halbwegs abwenden konnte. Für die mit nun 9:11 Punkten nach wie vor fünftplatzierten Lauterer war die obere Tabellenhälfte schon vorher unerreichbar. Die Begegnungen am Dienstag beim WSV Ludwigshafen II und zwei Tage davor gegen den WSV III könnten also eigentlich zum „Ausschwimmen“ genutzt werden. Im letzten Heimspiel im Sprungbecken des Warmfreibades will man sich aber möglichst mit einem Sieg vom Heimpublikum verabschieden. So spielten sie Kaiserslauterer SK: Frank Dick (Tor), Ulf Feddeck (1 Treffer), Stefan Raspudic (1), Melanie Keller, Jens Feddeck (2), Stefan Stranz (3), Anita Raspudic, Frederik Ramthun (1), Dirk Feddeck (4).

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