Fußball
2:1 – U17 der Roten Teufel sind mehr von Platz zwei zu verdrängen
Es war das erwartet schwere Spiel in der Gruppe G der U17-DFB-Nachwuchsliga. Es ging sogar mit einem 0:1-Rückstand gegen die effektive Viktoria aus Köln in die Kabinen. Aber die B-Junioren des 1. FC Kaiserslautern bewiesen Willensstärke, drehten die Partie nach der Pause noch zum 2:1 und machten damit den Einzug in Liga A bereits am vorletzten Spieltag perfekt.
Trainer Maurizio de Vico war mit der Reaktion seiner Mannschaft zufrieden und freute sich über das erreichte Ziel. „Alles in allem haben wir verdient gewonnen“, blickte de Vico nach dem Abpfiff zurück. Für ihn ging es im Anschluss an die Partie noch weiter Richtung Leipzig zu einem A+ -Trainerlehrgang. Seine Schützlinge fuhren wie gewohnt heim – und können beruhigt sein. Denn Leverkusen holte gegen Spitzenreiter 1. FC Köln nur einen Punkt. Nach dem Lauterer Dreier beträgt der Abstand damit vier Punkte, die am noch anstehenden letzten Spieltag der Gruppe G nicht mehr einzuholen sind. Somit stehen die Roten Teufel sicher unter den ersten Drei und werden nach der Winterpause in Liga A weiterkicken.
Gegen die Viktoria startete de Vicos Elf eigentlich ganz gut in die Partie. In der Anfangsviertelstunde gab es bereits zwei gute Möglichkeiten für die Lauterer, die jedoch nicht genutzt wurden. „Dann wurde es ein wenig zerfahren“, schilderte der Trainer den weiteren Verlauf der Partie, die mehr und mehr im Mittelfeld ausgetragen wurde. Die Anzahl an Strafraumszenen war überschaubar. Und dann kam kurz vor der Pause der Rückschlag. Nach einer Standardsituation aufseiten der Viktoria klärte Kaiserslautern den Ball nur halbherzig. Noah Ringbeck (43.) nutzte seine Chance und netzte zur 1:0-Halbzeitführung ein.
Nicht oft hatten die Roten Teufel bisher zur Halbzeit zurückgelegen. Aber der Trainer mahnte zur Ruhe: „Ich habe gesagt, dass wir nicht in Panik geraten sollten und wir die Partie natürlich noch drehen können“, gab de Vico Einblick in seine Kabinenansprache. Zusammen mit seinem Trainerteam entschied er sich für einen offensiven Wechsel. Innenverteidiger Luca Aust wich für Albin Kurpejovic. Somit stellte der Trainer von einer Fünfer- auf eine Vierer-Kette um und setzte Kurpejovic ins offensive Mittelfeld. Und sein Konzept fruchtete: Kurz nach seiner Einwechslung vergab Kurpejovic zwar eine Großchance. Aber kurz darauf klingelte es dann wirklich zum 1:1. Nach einem Doppelpass mit Alban Mehmetaj netzte Außenspieler Ben Jungfleisch zum Ausgleich ein. Von da an blieb der FCK am Drücker. In der 73. Spielminute setzte schließlich Dzenan Resic zum Sololauf an. Zwei Kölner Verteidiger wurden schwindelig gespielt – als wäre der Karneval um mehr als eine Woche vorgezogen worden. Und dann feuerte Resic einen präzisen Schuss ins rechte untere Eck.
Nach der Führung ließ der FCK nichts anbrennen. „Wir haben kaum etwas zugelassen und alles wegverteidigt“, blickt de Vico erfreut zurück. Der Sieg wurde ungefährdet nach Hause gebracht. Die Roten Teufel holten damit ihren dritten Pflichtspielsieg in Serie und bleiben auf dem zweiten Gruppenplatz. Am kommenden Samstag steht das letzte Spiel in der Gruppe G an. Die Qualifikation für die Liga A ist zwar bereits in trockenen Tüchern. Dennoch möchte der FCK gegen den Rivalen aus Mainz gewinnen und zudem Rang zwei verteidigen.