Kaiserslautern 121 talentierte Nachwuchsmusiker dabei

Beim Wettbewerb Jugend musiziert startete am vergangenen Wochenende der 54. Preisträger-Zyklus mit 121 Kindern und Jugendlichen im Regionalwettbewerb Westpfalz. Für den nächsten Schritt, den Landeswettbewerb an der Musikhochschule Mainz, qualifizierten sich dabei 25 Musiker. Die Abschlussfeier mit der Urkundenverleihung fand in musikalisch-festlicher Atmosphäre in der Kaiserslauterer Fruchthalle statt.
Viel Volk kam, füllte fast komplett die Reihen des Konzertsaals und hörte Bewundernswertes. Denn neben den Auszeichnungen in den Musiksparten Klavier, Harfe, Streicher, Holz- und Blechbläser, Schlagzeug und Gesang tat sich laut Paul Punstein auf der Bühne auch Neues. Erstmals, so der Leiter der städtischen Emmerich-Smola-Musikschule, präsentiere der Veranstalter einen Musikblock mit fünf kurzen Beiträgen der Allerkleinsten sowie den zwei einzigen teilnehmenden Blechbläsern. Vor solch riesiger Kulisse also begann Valerie Venzke mit ihrem gelungenen „Children’s Song Nr. 1“ (Chick Corea) an riesigem Flügel. Ihr folgte „The Nightingale“ (Deborah Henson-Conant) an der Harfe, ausgewogen gespielt von Amelie Perumaduro. Einen Hörgenuss bot das Duo Kenta Nishino (Violine) und Paul Roman Horn (Kontrabass) mit seiner wechselweisen Führung der Kernmelodie in Bachs „Minuet G-Dur“. Nach dem weiteren Klavierbeitrag mit der Komposition „Mein Pferdchen“ (Alexander Gretschaninow), die Marc Ropel vortrug, begeisterte das Tuba-Duo aus Frederick Punstein und Jeromy Uzoagba mit seiner variantenreichen improvisierten Eigenkomposition „Bass Duett Nr. 1“. „Wir alle sind gern hier, um diesen Mut und diese Vielfalt in den Wettbewerbsbeiträgen zu erleben. Richtig cool ist unser musikalischer Nachwuchs“, meinte Bürgermeisterin Susanne Wimmer-Leonhardt. Musikschulleiter Paul Punstein ging in seiner Begrüßungsrede auf die gestiegene Teilnehmerzahl insgesamt ein, lobte die zahlreichen Pianisten, Streicher und Holzbläser. Bei den Blechbläsern jedoch sehe es düster aus, was die Teilnehmer angehe. „Nur diese beiden Tubisten“ , so der Musikschulleiter. Er wolle erneut eine Lanze für das Mitmachen am Wettbewerb „Jugend musiziert“ brechen. Denn in erster Linie diene das Projekt doch dem „ausdrücklichen Gesichtspunkt der Motivation“, überhaupt zu musizieren und dann zu sehen, wo jemand stehe und wie man sich motivieren könne, um besser zu werden. Im Verlauf der Verleihungen gab es weitere beeindruckende Beiträge zu hören mit Alicia Kreutz, den Geschwistern Katharina und Tilman Kries sowie Leon He. |igs