Rheinpfalz Ramstein-Miesenbach: Bürgermeister beschwert sich erneut über Gestank von Biogasanlage
Die Biogasanlage im Ramsteiner Industriezentrum sorgt mit heftigem Gestank wieder für großen Unmut in der Stadt und in umliegenden Gemeinden. „Es stinkt ganz furchtbar, wie in einer Kloake – mehrfach in der Woche“, berichtet Bürgermeister Ralf Hechler (CDU) und fügt an: „Davon haben wir im wahrsten Sinne des Wortes die Nase gestrichen voll.“
Hechler: Bin es leid, der Prellbock zu sein
Er vermutet, dass der Gestank mit den starken Regenfällen der vergangenen Tage zusammenhängt und ausgelaufene Gülle für die Geruchsbelästigungen sorgt. Der Bürgermeister, der es nach eigener Aussage „leid ist, als Prellbock zu dienen“, hat sich am Donnerstagnachmittag erneut mit scharfen Worten bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd sowie dem Betreiber der Anlage, der Abo Wind AG, beschwert und energisch gefordert, dass das Problem, das die Geruchsemissionen verursacht, beseitigt werden muss. „Sorgen Sie endlich für einen tatsächlich reibungslosen Betrieb und Sie als Genehmigungsbehörde für eine echte Überprüfung! Zeit wär’s“, so Hechler in seiner E-Mail.
Abo Wind: Die Anlage läuft ordnungsgemäß
Mike Luther, Abteilungsleiter für technische Betriebsführung bei der Abo Wind AG, versicherte daraufhin in einem der RHEINPFALZ vorliegenden Schreiben, dass die Beschwerden ernst genommen würden, seine Mitarbeiter aber keine Ursache dafür gefunden hätten und die Anlage in der vergangenen Woche „ordnungsgemäß“ gelaufen sei.
Stadtrat am 17. Januar vor Ort
„Ständig wird uns erzählt, dass alles in Ordnung ist, aber die wahrgenommene Realität ist eine andere“, gibt sich Hechler mit dieser Aussage nicht zufrieden und fordert „Resultate, mit denen wir leben können“: „Wenn alles gut ist, darf es auch nicht stinken.“ Mit Luther sei vereinbart worden, dass der Ramsteiner Stadtrat am 17. Januar die Biogasanlage besucht und sich vor Ort mit dem Betreiber über die Probleme austauschen wird.