Rheinpfalz Kaiserslautern: Massiver Stellenabbau bei GKN befürchtet

Derzeit arbeiten noch rund 350 Mitarbeiter für GKN Driveline in Kaiserslautern. Die IG Metall befürchtet eine „scheibchenweise“
Derzeit arbeiten noch rund 350 Mitarbeiter für GKN Driveline in Kaiserslautern. Die IG Metall befürchtet eine »scheibchenweise« Abwicklung des Standorts.

Der GKN-Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall befürchten beim Automobilzulieferer GKN Driveline in Kaiserslautern in den kommenden Jahren eine „scheibchenweise“ Abwicklung.

Ohne neue Aufträge droht ein Stellenabbau



„Eine Werksschließung ist nicht ausgeschlossen“, sagte Betriebsratsvorsitzender Markus Becker, der mit seinem Stellvertreter Jörg Jung am Dienstag an einem Gespräch mit der GKN-Geschäftsführung teilgenommen hatte. Von der IG Metall saß der Zweite Bevollmächtigte, Alexander Ulrich, mit am Tisch, auf Arbeitgeberseite die GKN-Geschäftsführer und CEO Helmuth Rohregger, schilderte Becker. Ohne neue Aufträge, die das Werk auf dem Opelgelände über das Jahr 2021 hinaus auslasten, sei mit einem Stellenabbau zu rechnen, betonte der Betriebsratsvorsitzende.

Ulrich: Spitzengespräch bringt keine Klarheit



Das Gespräch gestern habe keine Klarheit gebracht – ob positiv oder negativ. Ulrich: „Unsere Befürchtungen sind bestätigt worden. Wir sind nicht schlauer als zuvor und wissen beispielsweise nicht, ob es neue Produkte für das Werk in Kaiserslautern geben wird.“ Für die Gewerkschaft fehle also ein Hebel, an dem sie ansetzen könne. Die IG Metall werde für jeden einzelnen Arbeitsplatz in der Industrie kämpfen, kündigte Ulrich an: „GKN gehört mit 350 Menschen noch immer zu den bedeutenden Arbeitgebern in der Region.“
Die GKN-Geschäftsführung war am Dienstag nicht zu erreichen.

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